Armut entsteht oft durch Brüche im Leben. Sozialhilfe schafft Stabilität, bis der Wiedereinstieg gelingt. Wer kürzt, verschärft Krisen.
#SozialhilfeVerteidigen
Armut entsteht oft durch Brüche im Leben. Sozialhilfe schafft Stabilität, bis der Wiedereinstieg gelingt. Wer kürzt, verschärft Krisen.
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„121.000 Jugendliche ohne Ausbildung oder Job sind 121.000 zu viel. Für Betroffene od aktuell stark gefährdete Gruppen braucht es mehr soziale Arbeit, den Ausbau von überbetrieblichen Lehrausbildungsplätzen & eine Aufstockung von Ressourcen beim Sozialministeriumservice & dem AMS.“ – Erich Fenninger
Das Problem beginnt häufig schon früh: Die Zahl der Schulverweigerungen steigt, und immer mehr Jugendliche verlassen die Pflichtschule ohne positiven Abschluss.
Programme wie AusbildungsFit helfen beim Nachholen von Basisqualifikationen – doch viele Angebote sind ausgelastet und haben Wartelisten.
Arbeitslosigkeit und fehlende Ausbildungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen können lebenslange Ungleichheiten erzeugen und dauerhaft negative Auswirkungen auf Zufriedenheit, Einkommen und Gesundheit haben.
121.930 junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren sind in Österreich weder in Ausbildung noch in Beschäftigung. Das zeigen aktuelle Zahlen der Statistik Austria.
"Wir brauchen mehr leistbaren Wohnraum und einen Ausbau an Angeboten im Bereich Wohnungssicherung und Delogierungsprävention. Damit niemand in Österreich Angst um das eigene Zuhause haben muss. Wohnen ist ein Menschenrecht." – Hanna Lichtenberger, Sozialpolitik-Expertin der Volkshilfe
Besonders stark belastet sind Haushalte mit niedrigen Einkommen. Im untersten Einkommenszehntel müssen sie fast die Hälfte ihres Budgets für Wohnen und Energie aufwenden. Im obersten Einkommenszehntel liegt dieser Anteil bei rund einem Viertel.
Neue Daten der Statistik Austria zeigen: Ein durchschnittlicher Haushalt in Österreich gab 2024/25 rund 4.170 Euro pro Monat aus. Der größte Kostenfaktor bleibt Wohnen und Energie. Dafür werden monatlich rund 1.100 Euro ausgegeben – mehr als ein Viertel der gesamten Haushaltsausgaben.
Nur rund 2,2 Prozent der Bevölkerung beziehen Sozialhilfe. Sie ist kein Massenphänomen, sondern das letzte soziale Netz. Wer sie schwächt, trifft wenige – aber besonders hart.
#SozialhilfeVerteidigen
Jede 5. Frau über 65 Jahre ist in Ö arm oder armutsgefährdet. Frauen erhalten im Schnitt rund 40 Prozent weniger Pension als Männer.
Zum Weltfrauentag fordern wir gerechte Löhne, eine faire Verteilung von Care-Arbeit & eine familiengerechte Sozialpolitik mit flächendeckender, guter Kinderbetreuung.
Seit vier Jahren dauert der Krieg in der Ukraine an – zerstört nicht nur Infrastruktur, sondern auch soziale Strukturen.
2025 haben wir Arbeitsperspektiven für Jugendliche geschaffen, medizinische Versorgung gestärkt & Pflegeeinrichtungen unterstützt.
2026 setzen wir diese Arbeit fort.
Im Libanon eskaliert die Gewalt erneut. In den letzten Tagen wurden rund 60.000 Menschen durch Bombardements vertrieben.
Unsere Partnerorganisation Mousawat ist mit einer mobilen Klinik im Einsatz, um Vertriebene medizinisch zu versorgen. Weitere Hilfe, darunter warme Mahlzeiten, wird vorbereitet.
Jede 5. Frau über 65 ist in Österreich von Armut betroffen oder armutsgefährdet, gleichzeitig erhalten Frauen im Schnitt rund 40 Prozent weniger Pension als Männer.
Wir fordern eine Anhebung der Ausgleichszulage sowie strukturelle Maßnahmen gegen Altersarmut von Frauen.
Es braucht zusätzlich einen Sozialtarif fürs Heizen. Erneuerbarer Strom kann günstig produziert werden – diese Vorteile müssen weitergegeben werden. Bei erwartbaren Preisspitzen muss die Bundesregierung in die Preisbildung eingreifen und ungerechtfertigte Preissteigerungen verhindern.
358.000 Menschen können ihre Wohnung nicht angemessen warm halten. Steigende Preise treffen sie unmittelbar. Der debattierte Strom-Sozialtarif ist ein erster Schritt, gilt aber nicht für alle vulnerablen Gruppen.
Energiekosten machen für armutsbetroffene Haushalte einen deutlich höheren Anteil des Einkommens aus als im Durchschnitt. Der Iran-Krieg erhöht den Druck auf die Energiemärkte und verschärft diese Situation.
Die Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderungen ist im Jänner um 13,9 % gestiegen – mehr als dreimal so stark wie im Durchschnitt. 17.130 Menschen waren ohne Job.
Der Ausgleichstaxfonds ist das Rückgrat der beruflichen Inklusion. Er muss strukturell und finanziell abgesichert werden.
Leistbares Wohnen ist kein Luxus. Doch für viele reicht das Einkommen nicht mehr für Miete und Fixkosten. Sozialhilfe muss vor dem Wohnungsverlust schützen.
#SozialhilfeVerteidigen
Sozialhilfe ist ein kleiner Teil der öffentlichen Ausgaben. In Österreich machen die Ausgaben für Sozialhilfe nur 0,3 bis 0,8 % der Wirtschaftsleistung aus. Das ist finanzierbar – und ein unverzichtbares Sicherheitsnetz für Menschen in Not. #SozialeSicherheit
Ein Jobverlust kann jede und jeden treffen. Wenn Rücklagen fehlen, entscheidet die Sozialhilfe darüber, ob Essen und Heizen gesichert sind. Sie ist kein Extra – sie ist das letzte Netz.
#SozialhilfeVerteidigen
Angehörige von Menschen mit Demenz leisten Tag für Tag Enormes – oft unsichtbar. Mit „Angehörige leben länger – Mutmacher für die Demenzbegleitung“ legt unsere Demenzbotschafterin Johanna Constantini einen praxisnahen Ratgeber vor. Erschienen im Seifert Verlag, ab sofort erhältlich.
„Es braucht ein starkes politisches Bekenntnis Österreichs und der EU zur Unterstützung der Ukraine. Wir müssen weiterhin Schutz für geflüchtete Menschen bieten und die humanitäre Hilfe in der Ukraine verstärken. Alles andere ist menschenunwürdig und verantwortungslos.“ – Erich Fenninger
Mehr als 10 Millionen Menschen in der Ukraine sind laut UN weiterhin auf humanitäre Hilfe angewiesen. Gleichzeitig werden auch in Österreich Hilfszahlungen zunehmend populistisch infrage gestellt – auf dem Rücken jener, die dringend Schutz und Unterstützung benötigen.
Dank der Unterstützung unserer Spender*innen konnten wir in den vergangenen 4 Kriegsjahren tausenden Kindern und älteren Menschen in der Ukraine das Überleben sichern. Durch Lebensmittelpakete, Winternothilfe, medizinische Versorgung sowie den Ausbau von Luftschutzkellern in Schulen & Kindergärten.
Die Sozialhilfe ist das letzte Netz – aber sie ist zu niedrig. Sie liegt unter der Armutsgefährdungsschwelle und reicht oft nicht für ein Leben in Würde. Ein Sozialstaat muss Armut verhindern, nicht verwalten.
#SozialhilfeVerteidigen
Schweigen stabilisiert Ungleichheit.
Wer Gerechtigkeit will, muss sie einfordern.
Sozialhilfe ist für viele Menschen eine Übergangslösung. Sie greift bei Jobverlust, Krankheit, Trennung oder anderen Lebenskrisen. Sie hilft, schwierige Phasen zu überbrücken – und hält unsere Gesellschaft zusammen. #SozialeSicherheit
"Diese Schieflage ist politisch gemacht. Gerechte Vermögens- und Erbschaftssteuern sind notwendig. Mit diesen Einnahmen ließen sich eine armutsfeste Sozialhilfe und eine echte Kindergrundsicherung finanzieren." – Erich Fenninger
Die Vielen arbeiten, pflegen und sorgen. Sie tragen dieses Land. Während sich Vermögen an der Spitze konzentriert, werden die Lasten auf die Mehrheit verlagert.
Heute ist Welttag der sozialen Gerechtigkeit – in Österreich ist Vermögen extrem ungleich verteilt. Die reichsten 5 % besitzen mehr als die Hälfte des Vermögens, die ärmere Hälfte fast nichts.