Ok, stimmt. Das geht auch zeitlich auf jeden Fall in eine ähnliche Dimension.
Ok, stimmt. Das geht auch zeitlich auf jeden Fall in eine ähnliche Dimension.
10 Minuten verspätet (völlig ok) in Budapest angekommen nach 14 Stunden. Ich glaube, das war meine längste Tagzugfahrt am Stück bisher. Mir fällt gerade zumindest nichts längeres ein, das ich mal gemacht hätte. Und mir fällt auch immer noch nichts längeres ein, das es überhaupt in Mitteleuropa gibt.
Endspurt nochmal im Speisewagen, in dem schon eine Stunde von Ankunft in Budapest zusammengepackt wird (immerhin Bier im Plastikbecher gab es noch - vermutlich lief Spülmaschine schon) und mir Donau.
Also ich meine jetzt wirklich „normale“ Züge, die der Normalreisende auch sinnvoll von Start bis Ziel nutzen kann und nicht irgendwelche absurden Deutschland-Rundfahrten, die nur aus Umlaufgründen am Stück fahren und im Zweifel gar nichts von Start bis Ziel bepreisbar sind (wie 1223 bspw.).
Ok, das ist krass! Aber bisher ist noch niemanden ein Tageszug ab Deutschland eingefallen, der länger (Strecke und Zeit) unterwegs ist als der Hungaria…
Hat der denn einen Verkehrshalt in Deutschland? Meine nicht, oder? Und es ging mir ja um Zuglauf, der auch durch Deutschland führt (also im Sinne: für dortige Fahrgäste nutzbar) 😄
1x Brno, 3x Bratislava. Strecke landschaftlich eher unspektakulär (ok, immer noch bergiger und damit etwas spannender als Hamburg bis Dresden 😄)
Nach Lok- und Fahrtrichtungswechsel zieht es mich wieder in den Speisewagen. Leider viele der guten Hauptgerichte bereits ausverkauft, dazu habe ich ein paar komplizierte Allergene. So bleibt ein Hotdog für mich. Schade, hätte gerne mal gut hier gespeist!
In Prag leert sich der Zug. Auslastung meines Wagens der 1. Klasse liegt nun bei ca. 50%. So reist es sich wieder angenehmer. Bin dankbar, dass der Hungaria immerhin zwei A-Wagen hat. Sowohl der Berliner als auch der Metropolian (die beiden Äste, die der Hungaria bedient) haben i.d.R. nur 1x A.
Ich halte diese Aussage für plausibel. Die Person, die das schrieb, hat auch erzählt, dass die SBB die Reservierungszettel für die EC 7+9 drucken und mit den Vorleistungen (6+8) nach Norden schicken. In der Tat hatte ich vor ein paar Monaten im EC 9 gesteckte Reservierungen auf Schweizer Papier.
Natürlich werden die Reservierungen auch nicht digital angezeigt oder sind gesteckt. Sorgt die ganze Zeit für Diskussionen, gerade bei unerfahrenen und internationalen Reisenden. Irgendwer behauptete mal, die DB habe die Drucker für Reservierungszettel abgeschafft.
Ab Berlin dagegen ist der Zug überfüllt. Er ist in beiden Klassen komplett ausreserviert (bin ich froh, dass ich gestern offenbar noch die allerletzte Reservierung bekommen habe) und die Menschen stapeln sich. In Dresden zwar großer Fahrgastwechsel, aber auch danach überfüllt. Draußen: Elbtal.
Ich fahre 1. Klasse, es sind zwei Großraumwagen eingereiht. Zwischen Hamburg und Berlin ist der Zug noch leer und natürlich besuche ich ein erstes Mal den Speisewagen.
Es ist leider „höchste Eisenbahn“, den Zug zu fahren, denn in dieser Form wird es ihn nicht mehr lange geben, wie @ayranundspeck.bsky.social schreibt.
bsky.app/profile/ayra...
Einer der wenigen „besonderen“ Züge in Deutschland, den ich noch nie gefahren bin, ist der EC „Hungaria“ von Hamburg nach Budapest. Heute ist es endlich soweit. Es dürften einer der (vielleicht sogar der? hat wer den Überblick?) längsten Zugläufe sein, die (auch) durch Deutschland führen.
Man hat in den letzten Jahren viel in Sachen konsistenter Daten in den Auskunftssystemen getan (Bahnsteig, App, Web, gedruckter Fahrplan). Das ist wirklich viel besser geworden. Aber die regelmäßigen Abweichungen von betrieblichen Fahrplan und Kundenfahrplan muss man dringend in den Griff bekommen.
Da hat man offenbar eingesehen, dass das keine gute Idee war. Aber das hier leider immer wieder (passier ja nicht zum ersten Mal) solche Dinge passieren, ohne dass irgendwer mal im Sinne der Kunden mitdenkt, irritiert mich schon. Und es ist schade und verprellt unnötig Kunden.
Beim Zug danach („meinem“ EC 379) war übrigens auch den ganzen Morgen über eine verfrühte Abfahrt eingetragen. Nach der Aktion mit dem Zusatzhalt beim Zug davor, war diese Prognose wieder zurückgenommen auf die normale Abfahrtzeit und wir fuhren dann auch pünktlich (also zur normalen Zeit) ab.
Wie man sieht, hat man den Zug einen Zusatzhalt kurz hinter Berlin (Ludwigsfelde) gegeben, dem nachfolgenden ICE übrigens auch, sodass der die gestrandeten Fahrgäste zum Zug bringen konnte. Der erste EC des Tages (171) ist übrigens auch „zu früh“ abgefahren.
Nicht einmal eine HIM-Meldung („Zug fährt eher ab“) wurde geschaltet. Und tatsächlich (zweiter Screenshot) ist man dann auch eher abgefahren und hat offenbar Fahrgäste (für den einzigen Tageszug nach Budapest) zurückgelassen. Offenbar hat man aber schnell gemerkt, dass das keine gute Idee war.
Vermutlich kam ein Baufahrplan/eine Fplo wieder so kurzfristig, dass der Fahrplan in den Systemen nicht mehr geändert werden konnte (die Updates über das Europäische Fahrplanzentrum gibt es nur zweimal die Woche). Sowas darf aber nicht passieren. Das kannst du keinem „normalen“ Fahrgast erklären.
Gestern habe ich den Zug von Berlin nach Budapest „beobachtet“, ich selbst bin zwei Stunden später nach Prag gefahren. Schon morgens ist eine Verfrühung (!) als Prognose im System eingegeben. Die Erklärung ist vermutlich so simpel, wie kaum zu entschuldigen:
Habe erst letzte Woche bei meiner Tour durch Spanien und Frankreich immer wieder betont, dass die Bahn in D alles andere als schlecht ist (richtig schlecht gerade nur die Zuverlässigkeit). Manchmal passieren aber so Dinge, da fällt es mir auch schwer, die Bahn noch irgendwie zu verteidigen:
Zugbildungsplan sagt derzeit aber offenbar Anfang August. Wir werden sehen…
So sieht es aus…
Laut der aktuellen Planungen offenbar 01.08. bei den letzten Zügen. Siehe die Wagenreihungen bei fernbahn.de. Andere Quelle habe ich auch nicht.
Mit ca. +20 gut in Prag angekommen. Verspätung vor allem dank der Bauarbeiten und Umleitung in Deutschland.
Nach dem Grenzübertritt ist Happy Hour im Speisewagen und die Preise sind sehr niedrig (i.d.R. ca. halbiert), also ging es dorthin. Leider waren viele Gerichte bereits ausverkauft, besonders die, die es wirklich künftig nicht mehr geben wird, weil eine Küche benötigt wird. Also Fastfood für mich.
Noch etwas sächsische Schweiz
Eindrücke der Fahrt (Zug wurde über Jüterbog und Falkenberg geführt, offenbar Bauarbeiten an der Dresdener Bahn). Dazu tolles Herbstwetter