aktuell arbeite ich in meinem Projekt zu Wetlands als epistemischer Disruption in Literatur, Medien und Kunst der Gegenwart vor allem mit »muddiness« und »brackishness«
aktuell arbeite ich in meinem Projekt zu Wetlands als epistemischer Disruption in Literatur, Medien und Kunst der Gegenwart vor allem mit »muddiness« und »brackishness«
Foto einer grünen Tür mit einem darauf geklebten Papier DFG-Netzwerk »Flows«
Foto des rosanen Umlauftank 2
Mitte Februar fand das zweite Treffen des DFG-Netzwerks »Flows. Schmiermittel der Theoriebildung« in Berlin statt; mit einer Soundscore von Monika Dorniak, einer Exkursion zum Umlauftank 2 der TU und verschiedenen Formaten zur weiteren Auslotung unserer zentralen Begriffe, Konzepte und Metaphern
der Beitrag liest anti-deutsche Stereotypisierungen bei Grjasnowa und Vowinckel als literarische Ausprägung antiversöhnlicher Ressentiments im Anschluss an Améry; sie radikalisieren dessen Unversöhnlichkeit und verschieben die »negative Symbiose« hin zu einer Entkopplung vom Versöhnungsdiskurs
erste Seite des Aufsatzes mit Abstract auf deutsch und englisch: In einigen Texten der in Deutschland publizierten jüdischen Gegenwartsliteratur finden sich stereotype, ressentimentbehaftete Darstellungen deutscher Figuren, so beispielsweise in Olga Grjasnowas „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ (2012) und Dana Vowinckels „Gewässer im Ziplock“ (2023). Diese anti-deutschen Stereotypisierungen werden hier vor dem Hintergrund von Jean Amérys gegen ‚die Deutschen‘ gerichteten „Ressentiments“ (1966) des Überlebenden gelesen, die Täter- und Opferperspektive für unversöhnbar erklären. Als literarische Erprobung eines antiversöhnlichen Ressentiments gehen die Romane von Grjasnowa und Vowinckel dabei noch über Amérys ressentimentales Plädoyer für Unversöhnlichkeit hinaus: Vor dem Hintergrund der Diversifizierung jüdischen Lebens in Deutschland subvertiert das poetische Konzept des antiversöhnlichen Ressentiments die dichotomisch-komplementäre Gegenüberstellung ‚der Deutschen‘ und ‚der Juden‘, indem deren im Sinne der „negativen Symbiose“ (Dan Diner) angelegtes Aufeinander-Bezogen-Sein aufgekündigt wird. Dabei setzt das antiversöhnliche Ressentiment dieser scheinbar unabdingbar aufeinander bezogenen Gegenüberstellung postmigrantisch-jüdische Perspektiven entgegen, die vielschichtig und subversiv sind.
Cover des Sonderhefts
Inhaltsverzeichnis des Sonderhefts, online abrufbar: https://www.esv.info/download/inhaltsverzeichnisse/9783503242634.pdf
fast vergessen: Ende letzten Jahres ist mein Aufsatz »›One-sided, prejudiced view of Germans‹: Das Ressentiment als literarischer Ausdruck jüdischer Antiversöhnlichkeit bei Olga Grjasnowa und Dana Vowinckel« im ZfdPh-Sonderheft »Rückkehr des Ressentiments?« erschienen.
Das Programm für unser Kolloquium im Sommersemester steht: Es geht diesmal um frühneuzeitliches Klima, Daten und Datenbanken. Please spread the word!
Und es ist sooo schön geworden! Das ideale Valentinstags-, Oster-, Geburtstags-, Weihnachts- oder Selbstgeschenk. Alle Gewinne fließen übrigens in ein Wiedervernässungsprojekt. Falls ihr rezensieren wollt, gebt mir gerne ein Zeichen.
Drei Bilder: oben Grab Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs, 1919 fotografiert von Herbert Fiebrandt, bereitgestellt von seinem Enkel Alexander Fiebrandt. Unten links Käthe Kollwitz' Gedenkblatt für Karl Liebknecht 1920 (Menschen trauern bei der Aufbahrung. Unten rechts Luxemburg um 1910. Bildnachweisee von wiki commons folgen.
Paul Celan reiste im Dezember 1967 nach West-Berlin, besuchte u.a. die Gedenkstätte Plötzensee und schrieb dieses Gedicht, um an die Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts am 15. Januar 1919 zu erinnern:
"DU LIEGST im großen Gelausche,
umbuscht, umflockt.
Geh du zur Spree, geh zur Havel"
🧵
inhaltlich gibt es übrigens eine „Einführung in die Theorien der Interkulturalitäts-, Intermedialitäts- und Genderforschung“ und dann „‚Alas, Poor Yorick!‘ Trauer in Literatur und Theorie“
heute: Verwunderung meinerseits darüber, dass das Erstellen der Seminarpläne für das Sommersemester so schnell ging. dann: Erkenntnis, dass ich das tatsächlich schon seit fünf Jahren mache und es vielleicht deswegen mittlerweile so schnell geht.
bitte hört auf welche/welcher/welches als relatibpronomen zu nutzen ich flehe euch an
in 22 Tagen sehe ich das Meer schon wieder wieder! 🌊
Ich freue mich sehr, dass ich Teil des Orga-Teams des 16. Studierendenkongress der Komparatistik (SKK) bin, der zum Thema „Literatur & Digitalität“ stattfindet. Folgt @skkomparatistik.bsky.social - alle Infos gibt‘s bald dort oder hier: blogs.urz.uni-halle.de/komparatisti...
CfP ist out now!
mittlerweile hat das Netzwerk übrigens einen unter folgendem Link zu erreichenden und wie ich finde ganz wunderschön gestalteten Blog: flow-netzwerk.blogs.ruhr-uni-bochum.de
Foto von vier Publikationen zur Neuen Synagoge und Feldmans Roman
Diss-Dinge heute: die Restaurationsgeschichte der Neuen Synagoge Berlin aufgrund einer irritierenden Darstellung der Straßenfassade in Deborah Feldmans »Überbitten« noch einmal nachlesen
In diesen Tagen erscheint:
Rückkehr des Ressentiments? Stereotype in Medien, Kulturphilosophie und Literatur (Schwerpunkt, ZfdPh).
Ein großer Dank an Claudia Öhlschläger und Tillmann Heise!
Details: www.esv.info/download/inh...
• Norbert Fischer: Marschland (2024) • Mattias Eliasson: Moor (2024) • Matthew Olshan: Marshlands (2014) • Karen Dionne: The Marsh King's Daughter (2017) + gleichnamiger Film (R: Neil Burger, USA/CAN 2023) • Delia Owens: Where the Crawdads Sing (2018) + gleichnamiger Film (R: Olivia Newman, USA 2022) • Beasts of the Southern Wild (R: Benh Zeitlin, USA 2012) • Annihilation (R: Alexander Garland, USA 2018) • The Bayou (R: Taneli Mustonen, Brad Watson, USA 2025) • Virginia Hartmann: The Marsh Queen (2022) • Tanja Weber: Unter dem Moor (2024) • Bonnie Jo Campbell: The Waters (2024) • Yuri Herrera: Season of the Swamp (2024) • Amina Luaman-Dawson: Freewater (2022) • Tom Blass: Swamp Songs (2022) • Katherine Webb: The Misbegotten (2013) • Keith Donohue: The Girl in the Bog (2024) • G.R. Halliday: Under the Marsh (2022) • Karen Russell: Swamplandia! (2011) • Anna North: Bog Queen (2025) • Kay Chronister: The Bog Wife (2024) • Emma Donoghue: The Wonder (2016) • Gareth E. Rees/Ada Jusic: Marshland: Dreams and Nightmares on the Edge of London (2013) • Philippa Gregory: Tidelands (2020) • Esther Kinsky: FlussLand Tagliamento (2023)| • Judith Schalansky: Hafen von Greifswald, in: dies.: Verzeichnis einiger Verluste (2018) • Jan Christophersen: Schneetage (2009) • Kristin Höller: Leute von früher (2024) • Gabrielle Griffiths: Greater Sins (2025) • Dave Barry: Swamp Story (2023) • Tina Makereti: The Mires (2024) • Katja Keweritsch: Das Flüstern der Marsch (2025)
weil die mögliche Textauswahl (erfreulicherweise) viel zu groß war, bekommen die Studierenden zusätzlich eine Liste mit weiteren thematisch passenden Texten und Medien als Inspiration für Hausarbeiten. hier die Liste!
Screenshot des Seminarplans mit Texten von Richard B. Shepard, Edward Maltby, Rod Giblett, Solvejg Nitzke, Claudia Schmitt/Christiane Solte-Gresser, Gunther Geltinger, Daisy Johnson, Leona Stahlmann, Jarka Kubsova, Emily Hasler, Sarah Moss, Oliver Grajewski und dem Film Where The Crawdads Sing
mir fiel gerade wieder ein, dass ich ja versprochen hatte, den Seminarplan zu meinem Seminar »›O schaurig ist‘s übers Moor zu gehen‹? Literarische Wetlands der Gegenwart« zu teilen. hier ist der Plan also!
Die Buchankündigung für das wohl ungewöhnlichste Buchprojekt, an dem ich bislang mitwirken durfte, ist heute erschienen: Kommendes Jahr erscheint bei oekom das Ergebnis des Preises für Moorliteratur: www.oekom.de/buch/moorgef...
Neuer Blogbeitrag auf Lit:Seminar!
Der Beitrag schließt eine aus 5 Beiträgen bestehende Reihe zur Lehrveranstaltung „Praxisseminar zur Konzeption und Publikation eines wissenschaftlichen Sammelbands“, die @annaspener.bsky.social im Sommersemester 2025 an der Universität Paderborn durchgeführt hat.
Stellenausschreibung: Wissenschaftliche:r Mitarbeiter*in am Fritz-Hüser-Institut. TVöD 13, 100%, unbefristet. Schwerpunkte: Forschung und Literaturvermittlung. Ich freue mich auf Bewerbungen von Literaturwissenschaftler:innen bis zum 17.10.2025. Bei Fragen gerne dm, da ich nicht vor Ort bin.
im Aufsatz schaue ich mir an, wie das einem Brief Celans an Ilana Shmueli entlehnte Wort »zerheilt« nachträglich in die Arbeit am Fotoessay einfließt und darin einen Zeitbezug stiftet, der Vergangenheit und Gegenwart zirkulär, dialogisch, kommentierend und offen miteinander verschränkt
Foto vom Cover des Bandes
Foto der ersten Seite meines Aufsatzes
Foto des Inhaltsverzeichnisses
Foto des Inhaltsverzeichnisses
in den von Bernd Auerochs, Friederike Felicitas Günther, Markus May und @dlv.bsky.social herausgegebenen »Celan-Perspektiven 2023« (out now!) bin ich im Forum zu »Celan in der Kunst der Gegenwart« auch vertreten - mit einem Text zur Celan-Rezeption in Frédéric Brenners Fotoessay »ZERHEILT«.
– und einer Vielzahl von Interviews mit und Beiträgen von Bildenden Künstler:innen, die sich in ihrem Werk mit der Dichtung Paul Celans auseinandersetzen: Edmund de Waal, Sarah Ortmeyer, Joseph S. Semah, Mirosław Bałka, Markus Daum u.v.a. (www.winter-verlag.de/en/detail/97...) 2/2
Das Cover der Celan-Perspektiven 5 (2023)
Die erste Seite meines Aufsatzes über Paul Celan und Arno Schmidt
Soeben ist der fünfte Band der Celan-Perspektiven erschienen, den ich gemeinsam mit Friederike F. Günther, Markus May und Bernd Auerochs herausgeben durfte: "Celan in der Kunst der Gegenwart"! – mit @annaspener.bsky.social, Camilla Miglio, einem Aufsatz von mir über Paul Celan und Arno Schmidt – 1/2
internet war gestern ich verbreite mit den baumbros gerüchte über meine feinde auf dem mycelium network der gesamte wald denkt du bist ein feind des moors
Foto eines gedruckten Texts auf einer Laptop-Tastatur. Auf dem Zettel steht »Netzwerk-Workshop. ›Flows. Schmiermittel der Theoriebildung‹. 28.-29.07.2025, Ruhr-Uni Bochum«. Auf dem Display des Laptops sieht man das Meer.
heute und morgen: Auftaktworkshop des DFG-Netzwerks »Flows. Schmiermittel der Theoriebildung«. ich bin sehr gespannt auf den Beginn der gemeinsamen Arbeit, vor allem auf die Perspektiven aus verschiedenen Disziplinen.
heute noch einmal nach Paderborn, und in 24 Stunden stehe ich dann schon auf der Fähre 🌊
danke für die erneute Gelegenheit, über die Praxisseminare zu berichten! ich bin auch schon ganz gespannt auf das Ergebnis 🌊
Neu auf Lit:Seminar @dehypotheses.bsky.social:
ein Beitrag von @annaspener.bsky.social mit dem Titel „Praxisseminar zur Konzeption und Publikation eines wissenschaftlichen Sammelbands“: doi.org/10.58079/14bvp
Auf die ‚fluide‘ Gestaltung des Sammelbands bin ich schon gespannt!