You and me both
@nicoleseifert
Feminist writer with grandma hobbies 📕Frauen Literatur, Abgewertet, Vergessen, Wiederentdeckt @KiWi 📗“Einige Herren sagten etwas dazu“, Die Autorinnen der Gruppe 47 @KiWi Elisabeth Ruge Agentur www.nachtundtag.blog
You and me both
Und wächst das Manuscript? (Es wachsen doch immer nur die ungeplanten Manuscripte).
Hilde Domin an Ingeborg Bachmann,
16.12.1957
Wer an die ARD schreiben will wegen der aktiven Demokratiegefährdung bei Caren Miosga, kann das hier tun: hilfe.ard.de/kontakt/
Viele Accounts können oder wollen Trumps Bilder von den Obamas als Affen nicht benennen oder kritisieren, ohne dabei das Bild zu verbreiten. Erstaunlich. Liegt doch eigentlich nah: aus der Kritik am rassistischen Bild die Konsequenz zu ziehen, es nicht zu verbreiten.
"Als Atwoods "Der Report der Magd" 1985 erschien, war der Roman eine warnende, aber fiktionale Zukunftsvision", schreibt @barbara-peveling.bsky.social in ihrem Essay über die Verbrechen von ICE und zeigt an Atwoods Klassiker, wie Literatur zur Deutung der Gegenwart herangezogen werden kann.
Lest Tergit!
Adam Kirsch zur engl Übersetzung von Gabriele Tergits Effingers im New York Review of Books:
"Effingers does not explain what happened to the Germans and the Jews. Instead it captures an experience that we are increasingly familiar with today:
Das Recht auf Teilzeit abzuschaffen, wäre ein Angriff auf die Gleichstellung, sagt die Buchautorin. Sie fordert ein neues Verständnis von Vollzeit.
Was zur Zeit passiert, ist verstörend.
Ich habe Dinge aufgeschrieben, die wir tun können, um uns als Gesellschaft zu stärken. Um uns als Einzelne zu stabilisieren.
Es ist wirkt ein bisschen banal. Aber ich glaube, genau das ist wichtig. Wir haben ganz alltägliche Mittel.
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Gestern "Nebenan" von Kristine Bilkau ausgelesen und sehr gemocht, danach einige Rezensionen gelesen, mich kopfschüttelnd über fast alle davon gewundert - aber dann zum Glück bei @nicoleseifert.bsky.social im Blog schon alles dazu gelesen, was ich selbst dazu hätte schreiben wollen.
#GermanBookSky
Schreibe ich. Und möchte es gleich wieder streichen. Von Liebe. Wir bekommen gesagt, dass wir Fastfood lieben und wir nennen es Liebe, wenn ein Mann seine Frau ermordet. Auch Liebe ist ein hohles Wort geworden. Ein tönendes Erz. Denn Liebe allein. Was ist sie dann. Eine Feuerwerksexplosion im luftleeren Raum. Eine Geige, an der sich nur ein Ton spielen lässt. Immer und immer wieder derselbe Ton. Und Glaube. Hoffnung. Sie entspringen derselben Harmonie. Erzeugen den dünnen Klang des Sphärischen, die Füße in der Luft.
Es schmerzt, wenn wir spüren können, dass unsere Tage weniger werden. Es schmerzt zu sehen, dass wir jahrelang für etwas gekämpft haben und nun vor einem Scherbenhaufen stehen. Es schmerzt zu sehen, dass wir auf einen Abgrund zusteuern und nichts ist da, das uns bremst. Es schmerzt zu sehen, wenn unser Gegenüber leidet. Und so soll es sein. Das können wir nicht mit Analysen auflösen. Es ist menschlich das zu fühlen. Und es ist unmenschlich so zu tun, als fühlten wir das nicht. Denn Fühlen macht uns zu dem, was wir sind. Zorn. Ekel. Freude. Schmerz. Glück. Wut. Liebe. Um lebendig zu sein, brauchen wir das alles. Um Mensch zu sein.
Am Anfang war das Wort. Es machte Licht. Es schuf die Welt. Es gab uns ein Oben und ein Unten. Einen Boden, auf dem wir stehen. Einen Weg, den wir gehen. Ein Gesetz an das wir uns halten. Wir dachten es losgelöst von uns und übergaben seiner Logik alles. Übergaben schließlich das Wort in die Einsen und Nullen der Maschinen, damit wir uns nun ganz befreit sehen, von der Last, der Aufgabe, die Welt zu füllen.
Dieser Text von mir hat verloren. Ich halte ihn dennoch für lesenswert.
Es ist eine poetisch-politische argumentation für Sprache und Gefühl.
Ein Plädoyer nicht aufzugeben. Nicht aufzuhören zu sein. Wirklich zu sein. Mit allem, was wir haben.
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Eine Geschichte über Schnee und Zeitfalten, in denen wir verschwinden.
"Sie denkt daran, dass ihre Kinder keine Eisblumen kennen werden. Und dass sie das freuen sollte. Kulturpessimismus ist so alt und langweilig wie eine geerbte Reclamausgabe."
Ihr findet sie hier:
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Ich will das lesen
Wie sehr kann man sich beim Putzen nach seinem Manuskript sehnen
"Sie beobachtete, wie ihre Tochter die Stirn kraus zog, im Licht der Esstischlampe sah sie besonders blass aus. Ihre Wimpern und Augenbrauen verschwanden fast in dem kalten Leuchten. Sie sollte endlich zum Baumarkt fahren ..."
Wer bin ich. Eine neue Geschichte ist online:
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Überraschung: Woody Allen ist auf den Epstein-Fotos auch zu sehen…
In seinem Essay denkt @alexstruwe.bsky.social darüber nach, wie der Abstieg des Lesen mit dem Aufstieg von KI zusammenhängt.
"Vielleicht lässt sich der eigentliche Gehalt des Lesens daher in der Differenz zum Lernen der Maschine bestimmen, und zwar als Denken. "
Große Neuigkeiten! Im Februar erscheint mein Buch „Feindbild Frau“
Ich befragte Politikerinnen, welche digitale Gewalt sie erleben - um aufzuzeichnen, wie Einschüchterungskampagnen funktionieren. Und verständlich zu machen, wie Hass im Netz gegen Frauen aussieht
Hier kann man das Buch vorbestellen
Sie haben in diesem Sommer eine wegweisende Entscheidung erstritten. Eine Gruppe Studierender von pazifischen Inseln hat das Klima zum internationalen Gerichtshof gebracht & der hat entschieden: Staaten haben Verantwortung.
Für d Engagement gibt es heute d "alternativen Nobelpreis"
www.pisfcc.org
„das Schlimmste am Schreibrn ist, dass man so sehr vom Lob abhängig ist. […] Ungelobt finde ich es schwer, am Morgen mit dem Schreiben anzufangen.“
Virginia Woolf, Tagebuch, 12.5.1919
🫶🏼
Gewissermaßen, allerdings war es da in beiden Fällen schlimmer als erwartet, vor allem für die beschriebenen Autorinnen. Diesmal ist es echt besser in jeder Hinsicht.
Dieser Moment, wenn du mitten in der Recherche bist und merkst, dass die Geschichte noch viel besser ist, als du dachtest 💫
Sarah Raichs Kurzgeschichten öffnen immer ganze Welten - und Abgründe. Wer ihren Newsletter abonniert, kann hier eine neue lesen. (Außerdem gibt’s bei @mikrotext.bsky.social den Band Dieses makellose Blau.)
70er und 80er bei mir, aber: ja, immer und überall. Fand’s furchtbar. Und habe dann Mitte der 90er selbst die Verlagsfoyers vollgequalmt, in denen ich während der Semesterferien gejobbt habe 🚬
Leute fragen mich sehr oft, wie ich es "schaffe", so viel zu lesen, und während ein Teil der Antwort natürlich damit zusammenhängt, dass ich bspw. neben meinem Beruf keine Care-Arbeit verrichten muss: die Tipps, die hier in diesem Post gegeben werden, bilden meinen üblichen Lesealltag sehr gut ab:
Ich schreibe Gedichte. Schon lange. Und es ist mir immer peinlich gewesen.
Bevor ich gleich das nächste davon - mit großem Schamgefühl - auf meine Steady-Seite stelle, habe ich genau darüber geschrieben.
Könnt ihr hier nachlesen (auch ohne Abo)
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Die Sprache in "Die Holländerinnen" ist von kühler Klarheit, der Intellekt fühlt sich geschmeichelt, auch die innere Schwärze des Werks beeindruckt. Es gibt viele Preise, die dieses Buch verdient hätte. Der Buchpreis aber sollte Türen aufstoßen. In den gepeinigten Kopf des Helden von "Haus zur Sonne" etwa. Der Roman "Die Holländerinnen" aber wirkt abweisend, ein klassischer Braunruck. Glückwunsch an die Autorin Dorothee Elmiger, dass sie damit gewonnen hat.
Schon lustig, dass das, was die Hilmars & co. letztes Jahr über Meyer/Hefter geschrieben haben, dem, was dieses Jahr die Olivers über Melle/Elmiger schreiben, diametral entgegengesetzt ist. Was als Konstante bleibt: Egal wie man's als Frau macht, macht man's falsch, und bestiehlt damit die Männer.
Die „Gründe“: 🤡🤡🤡
Hamburg sagt beim Zukunftsentscheid Ja zu mehr Klimaschutz❤️
Gut für die Stadt. Aber auch ein Signal für progressive Kräfte, wo es hin gehen sollte: raus aus der Defensive, nicht nur verteidigen, sondern mutigen Weg nach vorne zeigen.