Die Debatte sollte daher nicht Verbot oder Freiheit heißen. Die richtige Frage ist: Wie schaffen wir digitale Räume, die Teilhabe ermöglichen, ohne Gesundheit, Entwicklung und Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen zu gefährden?
Die Debatte sollte daher nicht Verbot oder Freiheit heißen. Die richtige Frage ist: Wie schaffen wir digitale Räume, die Teilhabe ermöglichen, ohne Gesundheit, Entwicklung und Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen zu gefährden?
Europa hat die Instrumente, handelt aber zu zögerlich. Nötig sind konsequente Durchsetzung, spürbare Sanktionen und kindgerechte Standards by design. Nicht Kinder müssen aus dem digitalen Raum verschwinden, sondern dessen größte Risiken.
Die Verantwortung darf nicht bei Familien und Schulen allein abgeladen werden. Wer Kinder schützen will, muss die Geschäftsmodelle der Plattformen begrenzen, die maximale Aufmerksamkeit, Polarisierung und Manipulation belohnen.
Die Risiken sind real: Suchtmechanismen, Desinformation, Cybermobbing und psychische Belastungen. Aber ein Verbot verlagert das Problem nur. Was fehlt, sind klare Regeln für Algorithmen, Datenschutz, Werbung.
Kindern soziale Medien zu verbieten, ist zu einfach
Jugendliche vor Social-Media-Gefahren zu schützen, ist richtig. Doch sie auszusperren, ist Symbolpolitik. Europa muss endlich spürbare Plattformregulierung durchsetzen.
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Meine Kolumne bei Die ZEIT, mit C. Hunkler:
www.zeit.de/wirtschaft/2...
Darüber hinaus sollte geprüft werden, ob eine Übergewinnsteuer eingeführt werden kann, um außergewöhnliche Krisengewinne etwa im Mineralölsektor abzuschöpfen und möglichen Missbrauch in angespannten Marktsituationen zu bekämpfen.
Entscheidend ist dabei eine möglichst zielgenaue Entlastung der besonders betroffenen Bevölkerungsgruppen. Vorrangig sollten Haushalte mit niedrigen Einkommen unterstützt werden. Eine mögliche Maßnahme wäre etwa eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel.
Ein #Tankrabatt zur Abfederung höherer Spritpreise wäre allerdings ein teurer Fehler und eine falsche Entscheidung der Bundesregierung.
Zwar kann die Bundesregierung die internationalen Preisentwicklungen nicht verhindern, sie kann jedoch die sozialen Folgen abfedern.
Steigende #Energiepreise könnten die Produktionskosten erhöhen und über höhere Verbraucherpreise auch die Haushalte spürbar belasten. Eine solche Entwicklung hätte das Potenzial, die ohnehin fragile wirtschaftliche Erholung in Deutschland auszubremsen.
Tankrabatt wäre ein teurer Fehler und falsche Priorität der Bundesregierung
Thread 1/n
Der #Iran-Krieg birgt bei einer weiteren Eskalation erhebliche Risiken für die deutsche Wirtschaft.
Nicht nur in Deutschland werden derzeit Einschränkungen der Social-Media-Nutzung für Jugendliche diskutiert. Die Ergebnisse einer aktuellen Kurzbefragung des Sozio-oekonomischen Panels zeigen: Ein Verbot wäre hierzulande nur für Jugendliche unter 12 Jahren mehrheitsfähig.
www.diw.de/de/diw_01.c....
Bis heute verdienen Frauen in den meisten Industrieländern — vor allem auch in Deutschland im Durchschnitt weniger als Männer. Der #EqualPayDay wurde ins Leben gerufen, um auf den "#Gender Pay Gap" aufmerksam zu machen.
Zum Beitrag im DIW Glossar:
www.diw.de/de/diw_01.c....
Arbeitspflicht ersetzt keine aktive Arbeitsmarktpolitik. Ohne Weiterbildung, gute Kinderbetreuung, Gesundheits- und Integrationsangebote bleibt sie Symbolpolitik. Richtig eingesetzt kann sie sich rechnen – für Betroffene, Kommunen und den Zusammenhalt.
Entscheidend sind klare Regeln: nur bei Arbeitsfähigkeit, ohne laufende Ausbildung/Qualifizierung und nur, wenn es die Vermittlung nicht behindert. Und immer eingebettet in Beratung, Qualifizierung und individuelle Unterstützung.
Die Debatte ist oft vergiftet: Die meisten Leistungsbeziehenden sind nicht „faul“, sie stoßen auf gesundheitliche, familiäre oder strukturelle Hürden. Nordhausen betrifft eine kleine, eng begrenzte Gruppe unter 25 Jahren.
Ein moderner Sozialstaat verwaltet nicht nur Armut. Er sichert Würde – und befähigt. Für manche junge Menschen ohne Ausbildung/Job kann regelmäßige, gemeinnützige Arbeit Routine, Selbstvertrauen und soziale Kompetenzen stärken.
#Arbeitspflicht in der Grundsicherung kann sinnvoll sein – aber nur als maßvolles Instrument für klar definierte Gruppen. Nicht als Strafe, sondern als Brücke: Teilhabe ermöglichen, Struktur geben, Perspektiven eröffnen.
Wer #Bürgergeld bekommt, muss arbeiten? Das ist nicht falsch
Der Landkreis Nordhausen verpflichtet arbeitsfähige Grundsicherungsempfänger zu Arbeit. Das ist nicht falsch – sofern ein paar Kriterien erfüllt werden.
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Meine neue Kolumne bei Die Zeit:
www.zeit.de/wirtschaft/2...
Der Abbau von Geschlechterstereotypen, etwa durch höhere Frauenanteile in Führungspositionen oder höhere Männeranteile in frauendominierten Berufen, könnte geschlechtsspezifische Lohnunterschiede verringern. Neue DIW-Studie zum Gender Pay Gap ⬇️
www.diw.de/de/diw_01.c....
Vor allem aber brauchen wir eine ehrliche Debatte über die Chancen, die Deutschland durch die Zuwanderung entstehen – auch durch Geflüchtete, von denen viele bislang gering oder nicht qualifiziert sind.
Der Plan des Bundesinnenministers ist ein erster wichtiger Schritt, um den bisherigen Irrsinn der Integrationspolitik in Bezug auf Arbeit zu beenden. Weitere Schritte müssen nun folgen.
Zudem benötigen Geflüchtete nicht nur die Möglichkeit zu arbeiten, sondern brauchen auch eine langfristige Bleibeperspektive. Ansonsten werden Geflüchtete und auch die Unternehmen, bei denen sie arbeiten, nicht oder nur wenig in die Qualifizierung investieren.
Die Bundesregierung muss kurzfristig deutlich mehr Geld für die Integration von Geflüchteten ausgeben, vor allem für Maßnahmen der Qualifizierung und der Ausbildung.
Allerdings sollte der schnellere Zugang zum Arbeitsmarkt nur ein Element von vielen sein, um die Integration von Geflüchteten zu verbessern und das Arbeitskräfteproblem in Deutschland zu bekämpfen.
Ich erwarte, dass die #Beschäftigung dadurch steigen wird und vor allem viele kleine und mittlere Unternehmen davon profitieren können.
Das schnelle Recht auf Arbeit für Asylbewerber*innen dürfte der deutschen Wirtschaft einen dringend benötigten positiven Impuls geben. Denn Deutschland hat ein riesiges Arbeitskräfteproblem, auch bei gering oder nicht qualifizierten Beschäftigten.
Es ist schwer zu verstehen, wieso die deutsche Politik mehr als zehn Jahre benötigt hat, diesen Schritt zu machen. Sie hätte sehr viel schneller Schaden für die Geflüchteten, für den Sozialstaat und für die deutsche #Wirtschaft abwenden können.
Der Plan des Bundesinnenministers, #Geflüchteten im Asylverfahren schnell Zugang zum #Arbeitsmarkt zu geben, ist klug und längst überfällig.
1/n
Meine Einordnung:
www.diw.de/de/diw_01.c....
Kaum ein Land besteuert Arbeit stärker und gleichzeitig Vermögen geringer, als 🇩🇪. Steuern, wie bspw. Frankreich oder die USA, brächten 80–120 Mrd. € mehr Steuereinnahmen – genug, um ALLE notwendigen Ausgaben für Bildung, Innovation und Daseinsfürsorge zu stemmen.
Der Punkt ist nicht Neid. Der Punkt ist Effizienz & Fairness: Eine echte #Steuerreform sollte niedrige und mittlere Einkommen entlasten und produktive Investitionen unterstützen. Im Gegenzug: Immobiliengewinne und große Vermögen stärker besteuern.