Ein ausführlicher Bericht samt Fotostrecke ist hier zu finden:
Am Abend nach der Kundgebung fand im sogenannten "Ferdinandihof" in der Wehrgasse 30, unter massivem Polizeischutz ein Vortrag des US-amerikanischen Rechtsextremisten Curtis Guy Yarvin statt:
Während der Kundgebung wurden anwesende Fotojournalist*innen von Rechtsextremen mit Regenschirmen bedrängt und bei ihrer Arbeit behindert.
Aus dem Neonazispektrum nahmen Vertreter*innen mehrerer Gruppen an der Veranstaltung teil: Aus der Schweiz waren Mitglieder der "Jungen Tat" vor Ort, während aus Wien Neonazis der Gruppen "Noricum", "Division Wien", "Tanzbrigade" sowie der "Brigada Beč" anwesend waren.
Ebenfalls vor Ort war die rechtsextreme und flämisch-nationalistische "Nationalistische Studentenvereiniging" aus Belgien, die am Abend zuvor auch den "Akademikerball" besucht hat.
Unter den Teilnehmer*innen der Kundgebung in Wien waren zahlreiche Kader der neofaschistischen "Identitären", die teilweise auch Mitglieder deutschnationaler Korporationen sind.
Weitere Recherchen von @humanite.fr belegen Absprachen zwischen Mitgliedern von "Nemesis" mit Neonazis der Gruppe "Audace Lyon" betreffend einen gemeinsamen Plan, bei öffentlichen Aktionen Antifaschist*innen zu überfallen:
Wenig später wurden Videos und Recherchen von @contreattaque.bsky.social und @lecanardenchaine.fr veröffentlicht, die belegen, dass die Auseinandersetzung von einer Gruppe Rechtsextremer ausging, die eine zahlenmäßig unterlegene Gruppe Antifaschist*innen attackierte:
Anfänglich wurde medial vor allem die Erzählung eines Überfalls von Antifaschit*innen auf einen "friedlichen Katholiken" am Rande einer Kundgebung der rechtsextremen Gruppe "Nemesis", die er als Ordner schützen sollte, dargestellt. Gar von einem "Lynchmord" war die Rede.
Deranque war Mitglied der neofaschistischen Gruppe "Allobroges Bourgoin" und an Verletzungen gestorben, die ihm im Zuge einer Auseinandersetzung mit Antifaschist*innen in Lyon am 12. Februar zugefügt worden waren.
Am 21.02.2026 demonstrierten Rechtsextreme und Neonazis im Rahmen einer Kundgebung der "Identitären" vor der Französischen Botschaft in Wien. Der Aufmarsch wurde als "Mahnwache" für den am 14.02.2026 verstorbenen neofaschisten Quentin Deranque angekündigt.
Auf der Kundgebung waren Fahnen der Islamischen Republik Iran sowie Portraits des am 28.02.2026 getöteten obersten Führers der Islamischen Republik Iran Ali Khamenei allgegenwärtig.
Wiederholt wurden Journalist*innen bedrängt, beschimpft und zum Teil bedroht. Auch das ehemalige Vorstandsmitglied des "Österreichischen Journalisten Clubs" (ÖJC) und Korrespondent des Iranischen TV-Senders "PressTV" Dieter Reinisch bedrängte einen Fotojournalisten.
In Redebeiträgen wurde wiederholt die Shoah relativiert und der Nationalsozialismus verharmlost. Die Offensive Israels und der USA gegen den Iran wurde etwa mit mit dem NS-Überfall auf Polen im Jahr 1939 verglichen.
Ungewöhnlich für eine von linken Gruppen organisierte Demonstration war die Geschlechtertrennung unter den Teilnehmer*innen: Ein Großteil der Frauen stand auf einer Seite der Kundgebung, die Männer auf der anderen.
Zur Kundgebung riefen u.a. die linken antisemitischen Gruppen "Antiimperialistische Koordination" sowie "Palästinasolidarität" auf. Insgesamt haben rund 25 antiisraelische Gruppen und Organisationen die Kundgebung unterstützt bzw. zu dieser mobilisiert.
Am 01.03.2026 fand am Wiener Stock-Im-Eisen-Platz eine Solidaritätskundgebung für das islamistische Regime im Iran statt. Anlass war die Offensive der USA und Israels gegen den Iran, die seit dem 28.02.2026 andauert. #w0103
Curtis Yarvin erreich den Ferdinandihof. Er wird von 5 Männern begleitet, vier davon bedecken ihr Gesicht mit goldenen Masken. Rechts neben der Gruppe das TKF-Fahrzeug der LPD Wien.
Yarvin passiert Journalist*innen, hält dabei ein von ihm verfasstes Buch in die Kameras. Martin Sellner begleitet Yarvin in das Gebäude, er ist direkt rechts neben Yarvin zu sehen. Mehrere IB-Aktivisten versuchen Journalist*innen abzuschirmen, mehrere schwarze Regenschirme sind im Bild zu sehen.
Einen Tag nach dem Wiener Akademikerball (21. Februar) richtete die rechtsextreme IB-Studierendengruppe "Aktion 451" im Wiener Ferdinandihof eine Lesung des US-Neofaschisten Curtis Yarvin aus. Zahlreiche Führungsfiguren der IBÖ, aber auch der IBD nahmen teil. Fotostrecke: flic.kr/s/aHBqjCLzqV
Auf dem Bild links zu sehen der verurteilte AfD-Bayern-Politiker Daniel Halemba im Smoking. Neben ihm ein weiterer Burschenschafter in Couleur. Beide gehen auf den Balleinlass zu.
Vergangenen Freitag fand der rechtsextrem einzustufende Akademikerball statt. Auch dieses Jahr unter internationaler Beteiligung, darunter AfD-MdB Matthias Helferich und der jüngst wegen Geldwäsche, Nötigung und Verhetzung verurteilte AfD-Politiker Daniel Halemba. Fotostrecke: flic.kr/s/aHBqjCLqPy.
Am Nachmittag des 14.02.2026 demonstrierten etwa 150 Antifaschist*innen gegen den Lukov-Marsch. Die Demonstration startete vor dem Justizpalast und endete vor dem Denkmal für Vasil Levski.
Unter den Teilnehmer*innen waren mehrere Neonazi-Organisationen aus Bulgarien sowie aus dem europäischen Ausland etwa die "Nacionalna legija na bălgarskata mladež" aus Bulgarien, "Die Heimat" aus Deutschland sowie "Prevrat" aus Kroatien.
Nach einem kurzen Marsch fand eine Kundgebung mit mehreren Redebeiträgen statt. Die Polizei sicherte die Veranstaltung mit einem Großaufgebot.
Aufgrund einer behördlichen Untersagung konnte der Marsch an sich nicht wie geplant vom nationalen Kulturpalast starten. Stattdessen trafen sich etwa 200 Neonazis auf einer Straßenkreuzung wenige hundert Meter entfernt vom ehemaligen Wohnort von Hristo Lukov.
Im Vorfeld der Demonstration führten Bulgarische Neonazis eine Delegation deutscher Neonazis - großteils Angehörige der Partei "Die Heimat" sowie deren Jugendorganisation "Junge Nationalisten" - zu Sehenswürdigkeiten in der Stadt.
Am 14.02.2026 fand in Sofia (Bulgarien) der jährliche neonazistische Lukov-Marsch statt. Anlass war das Gedenken an den NS-Kollaborateur Hristo Lukov, der am 13.02.1943 von der jüdischen kommunistischen Widerstandskämpferin Wioleta Yakowa erschossen wurde.
Bei einem ersten Zwischenstopp gegenüber der Bundesgeschäftsstelle der SPÖ in der Löwelstraße hielt Rutter einen weiteren Redebeitrag, bevor die Demonstration weiter durch den ersten Wiener Gemeindebezirk zog.
Rutter als einziger Redner der Kundgebung thematisierte die kürzliche Veröffentlichung der Epstein-Dokumente. Er deutete die Dokumente in seiner Rede als Bestätigung seines „Plandemie“-Narrativs - der Vorstellung, die Pandemie sei gezielt inszeniert worden.