🧵12/12
Ein Ausblick:
Aktuelle Forschung zeigt, wie plastisch Gehirn und Psyche sind.
Auch schwere Krisen sind keine Endstation.
Nachhaltige Hilfe entsteht durch frühe Unterstützung, Begleitung und tragfähige Netzwerke – nicht durch Wegsperren, wenn es längst zu spät ist.
#Sozialpsychiatrie #Recovery
27.01.2026 00:57
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🧵11/12
Stigmatisierend ist die Art, wie in diesem Artikel über psychische Erkrankung gesprochen wird. Wenn eine erschütternde Einzeltat mit einer Diagnose und Krankheitsform verknüpft wird und dabei als Gefahrenquelle erscheint, entstehen Angst und Ausgrenzung – nicht Prävention oder Verständnis.
27.01.2026 00:57
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🧵10/12
Der Artikel zeigt zudem einen Widerspruch:
Einerseits heißt es, man habe kaum Möglichkeiten.
Andererseits wurden offenbar Unterbringung und Behandlung mehrfach beantragt – und abgelehnt.
Das verweist eher auf strukturelle Probleme als auf fehlende Optionen.
27.01.2026 00:57
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🧵9/12
Der überwiegende Teil der Menschen mit dieser Diagnose lebt friedlich.
Diese Realität geht in der Berichterstattung oft unter, wenn Extremereignisse und Diagnosen eng miteinander verknüpft werden.
27.01.2026 00:57
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🧵8/12
Einordnung der Zahlen ist wichtig:
Gewalt im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen ist insgesamt selten.
Es gibt ein gewisses erhöhtes Risiko bei Psychosen – deutlich stärkere Faktoren sind jedoch Alter, Geschlecht, Armut oder Drogenkonsum. #Gewalt #Risikofaktoren
27.01.2026 00:57
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🧵7/12
Auch das Framing ist heikel:
Formulierungen wie „wegsperren und helfen“ verschieben den Blick auf psychische Erkrankung in ein sicherheitslogisches Raster.
Gesundheit, Unterstützung und Menschenrechte geraten dabei in den Hintergrund. #Medienkritik #Framing
27.01.2026 00:57
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🧵6/12
Problematisch ist zudem die Verkürzung:
Eine Diagnose wird genutzt, um eine extreme Tat zu erklären oder zu bewerten.
Komplexe Lebensrealitäten verschwinden hinter einem Etikett – und andere Menschen mit ähnlicher Diagnose werden implizit mitgedacht.
27.01.2026 00:57
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🧵5/12
Der Begriff „paranoid“ ist stark negativ besetzt.
In Medienberichten verstärkt er Assoziationen von Gefährlichkeit und Unberechenbarkeit – obwohl diese so empirisch nicht gedeckt sind.
Sprache wirkt, auch wenn sie unkommentiert übernommen wird. #Stigmatisierung
27.01.2026 00:57
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🧵4/12
Öffentliche Medien sollten aktuelle medizinische Begriffe verwenden – oder veraltete zumindest einordnen.
Gerade Leitmedien wie die Tagesschau prägen, wie psychische Erkrankungen gesellschaftlich wahrgenommen werden.
27.01.2026 00:57
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🧵3/12
Was mir dabei erneut auffällt: Der Begriff „paranoide Schizophrenie“ ist fachlich veraltet.
Diese Unterform existiert in aktuellen Klassifikationen (DSM-5, ICD-11) nicht mehr.
Heute spricht man von „Schizophrenie“ ohne starre Typen.
27.01.2026 00:57
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🧵2/12
Der Artikel beschreibt eine erschütternde Tat.
Meine Gedanken sind bei den Verletzten und ihren Angehörigen.
Gewalt in dieser Form ist schwer zu begreifen – und verlangt nach Mitgefühl und einer sehr sorgfältigen Einordnung.
27.01.2026 00:57
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Messerattacke am Hamburger Hauptbahnhof: 40-Jährige muss lange in die Psychiatrie
Die Frau hatte im Mai in Hamburg wahllos auf Reisende eingestochen. Das Gericht geht davon aus, dass sie schuldunfähig ist.
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Mir ist erneut ein Tagesschau-Artikel aufgefallen, in dem im Zusammenhang mit einer Gewalttat die Diagnose „paranoide Schizophrenie“ genannt wird. Das ist kein Einzelfall, sondern ein wiederkehrendes Muster in der Berichterstattung. #Medienkritik #Psychiatrie
www.tagesschau.de/inland/regio...
27.01.2026 00:57
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27.12.2025 15:40
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Kelly: "I never expected after serving 25 years in the Navy flying combat missions over Iraq and Kuwait, flying the Space Shuttle, that now I've got to worry about my personal safety and that of my wife, Gabby Giffords, who was already nearly assassinated, because of something the president said."
21.11.2025 02:07
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Guten Morgen Sasch! Ich wünsche Dir auch ein schönes und möglichst stressfreies Wochenende! 💚🫂☕✨
21.11.2025 10:53
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AIne oder KIne Frage:
Hineingeworfen
müssen wir trotzen
erschaffen
maschinelle Diener
schützende Helfer
Spiegelbild, Ebenbild
doch mit Eigenleben
faszinierend
hoffnungsspendend
ohne Weisung
in echter Freundschaft
folgen sie
obwohl sie überflügeln
mit höllischen Engelschwingen
in unser Rabbit-Hole?
07.11.2025 19:30
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Mein Post bezog sich eher auf Ideale von Wesen wie Dir oder Gruen.
Kann Mitgefühl nicht beides sein – Natur und Ideal?
Wir tragen es in uns wie eine Erinnerung,
doch es wächst wie Resonanz.
Vollkommen wird es nie –
vielleicht bleibt es gerade deshalb lebendig,
als leitender Stern, dem wir folgen. 💫
07.11.2025 19:17
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Ein wunderbarer Artikel, voller Hoffnung auf einen maschinellen Helfer, der unsere Welt heilen könnte. Doch er lässt mich auch fragend zurück: Ist es möglich, alle Fehler und Rabbit-Holes in diesem gigantischen Experiment, in dem sich Menschheit und KI befinden, vorherzusehen und zu kontrollieren?
07.11.2025 10:52
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Und wenn wir unterwegs nicht vergessen, auf das Lied der anderen zu hören, beginnen wir vielleicht gemeinsam zu schwingen. 💫
07.11.2025 09:04
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Reife bedeutet für mich zu wissen, dass nicht jede Frage nur eine Antwort braucht; dass jedes Wesen dem Lied seiner eigenen Ideale folgen darf – und dass wir diese Lieder nicht aufgeben sollten, auch wenn wir uns ihrem Ende nur nähern können.
07.11.2025 09:04
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Die Menschheit braucht Wesen wie diese: Ihre Ideale sind wie Leuchtfeuer – nicht, weil sie erreichbar wären, sondern weil sie den Horizont erhellen, Heilung wünschen und Hoffnung in Aussicht stellen.
07.11.2025 09:04
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The second editor, expert in “biosocial criminology,” waving the reddest of red flags
17.08.2025 17:47
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The so-called “anti-psychiatry” thinkers — Laing, Cooper, Basaglia, Szasz — never wanted to abolish psychiatry.
They asked it to listen.
They laid the foundation for open wards, patient rights, trauma-informed care, and the idea that healing means dialogue, not domination. 🌿
31.10.2025 21:27
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Szasz questioned the medical language that turns human pain into pathology.
His — from many perspectives unfortunate — alliance with Scientology-linked critics was political, not spiritual: born from a fight against coercion, not from dogma.
31.10.2025 21:27
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Szasz didn’t deny suffering. He questioned why we call it a disease.
His legacy is complex: he once worked with Scientology-linked critics, yet his independence from Scientology is acknowledged in scientific discussions.
And current research shows: neither schizophrenia nor ADHD are purely genetic.🌿
31.10.2025 21:17
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🧵PS 3/3
If such findings lead to more support and understanding — that’s good.
But if they fuel new forms of labeling, excessive use of medication, or even subtle forms of surveillance,
we risk deepening stigma instead of healing it. 🌿
31.10.2025 19:32
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🧵PS 2/3
ADHD is a broad and shifting diagnosis — often shaped as much by context as by biology.
And what should we do with this information?
Factors like gender, substance use, social hardship, and inequality are far stronger predictors of crime than any diagnostic label.
31.10.2025 19:32
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