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finn st. pierre

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01.09.2025
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Latest posts by finn st. pierre @flstp

Mitreißend, wie Martin im Staccatostil den Philosophiekanon durch- und den historischen Variationen seines Themas virtuos nachgeht. Die Genese der konzeptionellen Trias der Kritiken Kants ist kaum nacherzählt, schon setzt er an zu einer Kritik am Wertbegriff und an Habermasens politischer Theorie.

08.02.2026 19:51 👍 1 🔁 0 💬 0 📌 0

It also presupposes the weak holism of a shared, unified (life) world, in principle. This then is Habermas starting point for his polemics against „world disclosure“ in The Philosophical Discourse of Modernity. He thus fails to grasp the cultural, the poetic dimension of (de-) colonization.

06.02.2026 16:36 👍 1 🔁 0 💬 0 📌 0

Nicht nur Situiertheit, auch beim Begriff der Sorge gibts Parallelen des Feminismus zu Heidegger - Das wird spätestens im geteilten holistischen Impuls von Ökofeminismus und Existenzialanalytik sinnfällig.

29.01.2026 12:04 👍 1 🔁 0 💬 1 📌 0

Lange keinen so guten akademischen Nachruf gelesen, welchem es mit bestechender Leichtigkeit gelingt, anhand der biographischen Stationen systematische Fragen zu erörtern und dabei gleichzeitig Person und Persönlichkeit zu charakterisieren. Macht die Tragik des Todes H.s noch unverkennbarer deutlich

09.01.2026 18:47 👍 4 🔁 0 💬 1 📌 0

habe ja eine schwäche für boomer-witze: welche kohlberg-stufe wäre das nochmal?

07.01.2026 11:43 👍 3 🔁 0 💬 0 📌 0

Zu leicht schreibt sich dieser Abgesang auf das vermeintlich Gestrige.

Der von Schmitt so verkürzte Hegel weiß nicht mehr um die vernünftige Aufhebung des Vergangenen im Bestehenden und jene Rekonstruktion von historischen Lernschritten,auf die sich H doch gerade verstand.

bsky.app/profile/flst...

10.12.2025 22:26 👍 1 🔁 0 💬 1 📌 0

Lernen freilich, welches sich stets durch den Kontext transzendierenden Überschuss der im polemischen Geschehen verpuppten normativen Gehalte vollzieht.

10.12.2025 21:36 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0

Und wenn man den von Habermas allzu abgenutzten Vorwurf eines performativen Widerspruchs nicht gegen ihn selbst wendet, sondern „postmodern enough“ die eigenen Aporien aushält, ließe sich aus dieser Anekdote etwas über ihren Kontext hinaus lernen.

10.12.2025 21:36 👍 0 🔁 0 💬 1 📌 0
Wissenschaftskolleg zu Berlin: „H wie Habermas“ – Christoph Möllers im Gespräch mit Stephan Schlak Christoph Möllers, 26.08.2021

Dabei hat bspw. Christoph Möllers anlässlich des ZIG Hefts auf den internen Zusammenhang von Polemik und Kantianismus bei Habermas hingewiesen:

www.wiko-berlin.de/wikothek/mul...

10.12.2025 21:36 👍 0 🔁 0 💬 1 📌 0

zaghaft Einspruch anmeldet.

Die gleichzeitig polemische *und* normative Qualität von Kants Ewigem Frieden kann Koskenniemi so nicht recht begreifen, während für Victor der Weltgeist weitergezogen scheint.

10.12.2025 21:36 👍 0 🔁 0 💬 1 📌 0

Andersherum ist es gerade das polemische Moment der sozialtheoretischen Begriffsbildung, welches uns auf mehr als nur kämpferische Utopien verbürgt.

Dieses „mehr“, diesen normativen Überschuss sowohl der Polemik als auch das Rechts kriegt Koskenniemi nicht in den Blick, wogegen Victor nur allzu

10.12.2025 21:36 👍 0 🔁 0 💬 1 📌 0

(intersubjektiv „durchsichtigen“) normativen Kriterien nicht als solchen.

Es ist gerade die in der Person Habermas verkörperte Gleichzeitigkeit von Polemik und Kantianismus, welche zeigt, dass man zwischen beiden eben nicht wählen muss. Zur Melancholie des „grauesten Graus“ ist kein Anlass.

10.12.2025 21:36 👍 0 🔁 0 💬 1 📌 0

Die irreduzible Mannigfaltigkeit (Humboldt) der Gesellschaft unterläuft zwar als nie versiegende Quelle der Polemiken jegliche wie auch immer rein juristische, ökonomische oder sozialwissenschaftliche Bestimmungen. Die so zwangsläufig sich einstellenden Verflüssigungen erodieren jedoch den Grund der

10.12.2025 21:36 👍 0 🔁 0 💬 1 📌 0
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Nach 40 weiteren „Berliner Tagen“ liefert @victorloxen.bsky.social zu Koskenniemis Schmitt-Lecture eine Besprechung, welche den Vortrag so dicht wie charmant reproduziert.

Beide übersehen jedoch die performative Pointe jener eben polemischen Warnung Habermasens vor Schmitt („Don’t go there!“):

10.12.2025 21:36 👍 2 🔁 0 💬 1 📌 1

Für Gramsci haben die Intellektuellen in einer massenmedial integrierten Gesellschaft zwar Einfluss. Dieser kann jedoch nicht die vernünftige Einsicht in Argumente sein. Nur unter Aufgabe des holistischen Anspruches des H.begriffs lässt sich die Sphäre der Macht von jener der Vernunft unterscheiden

01.12.2025 21:13 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0

Genau das stellt ja die Frage nach dem performativen Widerspruch eines gesellschaftstheorethischen Totalitätsbegriffs. Entweder es lassen sich dualistisch normative Fragen von Machtwirkungen unterscheiden oder jegliche soziale Vorgänge lassen sich monistisch unter den Antagonismus der Kräfte fassen

01.12.2025 21:02 👍 1 🔁 0 💬 1 📌 0

Aber die Pointe des Hegemoniebegriffs ist doch gerade die, dass er alle anderen (bspw. normativen) Maßstäbe und Unterscheidungen zum monistischen Strom soziale Kraftwirkungen zusammenschmelzt. Hegemonie ist dann das Meta-Prinzip sozialer Macht, unter die sich alle anderen Vorgänge subsumieren lassen

01.12.2025 20:35 👍 1 🔁 0 💬 1 📌 0

Es ist die Liebe für einander wie die Liebe zur Weisheit, die sich in der Beziehung zweier Intellektueller irreduzibel miteinander verschränkt und die vorher unverfügbare geistige Energien freisetzt, welche weit über die Beziehung selbst sowie das Werk der beiden Prägungs- und eben Sogkraft besitzt.

27.11.2025 20:27 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0

Ihr unverkennbare Antriebskraft gewinnt sie aus jenem Begehren, welches man entgegen der alltagssprachlichen Verwendung als „Philosophie“, also als Liebe zur Weisheit bezeichnen könnte.

27.11.2025 20:27 👍 0 🔁 0 💬 1 📌 0

Jene Dynamik nämlich, die die Beteiligten zwar im gegenüber der Öffentlichkeit (vorerst) abgeschirmten Innenverhältnis herausbilden, verselbstständigt sich in die öffentlich werdende geistige Produktivität hinein.

27.11.2025 20:27 👍 0 🔁 0 💬 1 📌 0

Worin besteht denn eigentlich diese merkwürdige Sogkraft, welche Affären von Intellektuellen auf uns ausüben?

Wenn sie mehr sein sollte als nur gebildeter Gossip, dann muss sie in der eigentümlichen Dynamik liegen, welche sich zwischen den zwei sich im Medium des Denkens Liebenden entwickelt:

27.11.2025 20:27 👍 1 🔁 0 💬 1 📌 0
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Julian Schütt fügt im zweiten Teil seiner Frisch-Biographie der Geschichte des merkwürdigen Faszinosums Bachmann-Frisch eine noch vor dem Kennenlernen im Frühjahr 1958 einsetzende, weitere Anekdote hinzu—Natürlich spielt der @redaktionmerkur.bsky.social eine Rolle, welchem B auch Gedichte lieferte

27.11.2025 19:30 👍 2 🔁 1 💬 0 📌 1

Es sollte vielleicht einfach mehr Veranstaltungen geben, deren Hauptunterhaltungswert darin besteht, dass Kaube als Pointen verpackte Anekdoten erzählt und Möllers in diebischer Freude darüber lacht

24.11.2025 12:29 👍 1 🔁 0 💬 0 📌 0
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Social Integration Through Conflict: Mechanisms and Challenges in Pluralist Democracies - KZfSS Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie Conflicts are not usually associated with social integration, but rather with threats to it. They appear as a cause of social distance, alienation and division. However, the sociology of conflict main...

Durch Konflikt und Polemik jedoch lässt sich auch wunderbar Gemeinschaft herstellen, wie sowohl Cord (1) als auch der Merkur (2) von Haus aus wissen:

(1) doi.org/10.1007/s115...

(2) www.merkur-zeitschrift.de/2014/12/12/k...
Die Podiumsdiskussion ist wirklich ein Schatz

24.11.2025 12:03 👍 2 🔁 0 💬 1 📌 0

Eine sehr charmante Rezension, der ein souveräner Zugriff auf Sauers als analytische Philosophie verhüllten reaktionären Positivismus gelingt.

Sauer entlarvt seinen Zynismus darüberhinaus endgültig selbst durch seine kategorische Ablehnung jeglicher phil. Ideengeschichte:
doi.org/10.1080/0020...

22.11.2025 20:46 👍 1 🔁 1 💬 0 📌 0

"Empor hinter dauerfließen mondet es"

20.11.2025 15:41 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0

mir ist das, was du in zwar eigenwilliger diktion und kontext hier schreibst, irgendwie den ganzen tag nicht ausm kopf gegangen:
die prekäre schönheit und verständnisvolle gemeinschaft, die nur jene menschen miteinander ausbilden können, die „looser“ sind — daniel loick schreibt darüber hinreißend

05.11.2025 20:37 👍 1 🔁 0 💬 0 📌 0

Das ist mitunter mindestens genauso beeindruckend und „außergewöhnlich„ es wird einem nur nicht explizit bescheinigt und bleibt so nicht von außen einsehbar — Besonders wenn man einberechnet, dass „Klassenaufsteiger“ eher versuchen, sich zu assimilieren denn zu exponieren mit ihre Biographie.

03.11.2025 11:30 👍 1 🔁 0 💬 1 📌 0

“Bildung“ in einem durch Zertifikate bescheinten (hoch-) schulischen Sinne? Ja. “Bildung“ in einem allgemeineren, vielleicht hegelianischen Sinne? Nein. Die Menge des frei von Haus aus mitgelieferten kulturellen Kapitals, das sie hatte, müssen sich andere erst mühsam und langwierig erarbeiten.

03.11.2025 11:27 👍 4 🔁 0 💬 1 📌 0

und halt aber vor allem auch einfach born different.

03.11.2025 11:17 👍 7 🔁 0 💬 1 📌 0