Torturing trans women prisoners by executive fiat, and doubling down on said torture as soon as they attempt to fight back.
This is what trans genocide in the USA right now looks like.
Torturing trans women prisoners by executive fiat, and doubling down on said torture as soon as they attempt to fight back.
This is what trans genocide in the USA right now looks like.
lese endlich mal kernberg
Game of Thrones but Joffrey is the good guy, actually
man kann das pathologisierung nennen oder, was deutlich mehr sinn macht, man nimmt das als hinweis darauf, dass eine solche position behauptet, dass es gar keine unproblematische normalität oder gesundheit gibt
wie sehr kann man denn noch sagen, dass die differenz gesund/krank keine absolute ist, wenn die normalität sich selbst aus elementen des angeblich kranken zusammensetzt?
also du sagst jetzt einfach "nein" zu dem, was ich gesagt habe und gibst auch keinen grund dafür. damit kann ich schlecht diskutieren
naja, freud ist dafür berühmt, den unterschied zwischen normalität und krankheit als einen kategorialen stark untergraben zu haben und sagt auch klar, dass es die unterscheidung lediglich entlang von konventionen gezogen wird
also heute heißt der windmühlenweg philipp-rosenthal-straße
habe dann heute eine karte leipzigs von 1915 zugeschickt bekommen und da gibt es das noch im windmühlenweg ecke liebigstraße
ich hab schrebers zeichnung des leipziger klinikgeländes mal mit google maps abgeglichen und da fiel mir auf, dass es das gebäude nicht mehr zu geben scheint
ich könnte auch einfach endlich mal zvi lothanes klopper über schreber lesen, aber so macht die detektivarbeit irgendwie mehr spaß
absoluter traum für meine schreberobsession, mit einem musikwissenschaftler zusammen zu sein, der leipziger stadtgeschichte ab 1895 erforscht
habe heute dank der hilfe meiner beziehungsperson rausgefunden, dass das leipziger klinikgebäude, in dem schreber untergebracht war, ein stück weiter runter war als ich vermutet hätte
das ist konkret ein einbezug von und umgang mit betroffenenperspektiven, weil ich mich als betroffene zu den perspektiven von betroffenen verhalte. ich hätte das lieber getan, ohne mich qua unterstellung als betroffene outen zu müssen, aber so be it
ich bin eine betroffene. und der ausgangspunkt ist ja eine bestimmte forderung, bei der ich diskutiere, warum und wann ich sie sinnvoll oder nicht sinnvoll finde. insofern diskutiere ich hier eine bestimmte perspektive auf den gebrauch des begriffs und entwickele, warum ich mich wie dazu verhalte
wo beziehe ich die perspektive queerer phobiker*innen nicht ein?
ich bin btw selbst phobikerin und finde das anmaßend, zu unterstellen, dass man meine position nur aus einer nichtbetroffenen perspektive haben könne
homophobie meint aber gar keine klassische phobie. und homophobe leute sind nicht psychisch krank und das ist mit der bezeichnung nicht ausgedrückt. das ist mein ganzer punkt.
die auswirkungen auf die opfer sind nicht unbedingt deshalb größer, weil die qualität des affektes eine andere, heftigere ist, sondern weil der affekt gesellschaftlich anerkannt ist
gleichzeitig denke ich aber nicht, dass die schwere der auswirkungen von homophobie nur an der subjektiv-affektiven einstellung hängt (phobisch oder paranoid), sondern mehr damit zu tun hat, dass es sich um eine objektive, gesellschaftlich mächtige einstellung, nicht nur um eine subjektive handelt
georg weinberg, der den begriff geprägt hat, meinte mit homophobie aber auch nie eine klinische phobie
du hast recht, dass die konkreten reaktionsformen nicht wie in klassischen phobien tendenziell vermeidend sind, sondern bei manifesteren formen von queerfeindlichkeit eher einer "paranoiden abwehr-/kampfhaltung" entsprechen. die ist auch ein umgang mit angst, aber kein streng phobischer
und dann finde ich es sinnvoller, diese falschen gebräuche kritisch durchzuarbeiten anstatt das wort nicht mehr zu verwenden und schon als anzeichen für den falschen gebrauch zu verwenden
und ich finde die kritik daran fair, wenn alltägliche gebräuche von homophobie eher verständnis provozieren sollen ("er hat nur angst") oder tatsächlich pathologisieren, aber der gebrauch ist nicht an sich pathologisierend
das war weniger als parteinahme gedacht, sondern eher als kritik an einem ausschluss von begriffen, die aus psychoanalytischer sozialpsychologie stammen und dann in der kritik aber stark missverstanden werden
nein, das nicht. feindlichkeit scheint mir aber auch nur eine spezifische, paranoide reaktionsform auf eine furcht zu sein, insofern trifft feindlichkeit die von dir genannten reaktionsformen konkreter als homophobie, aber dafür kann homophobie auch reaktionen umfassen, die nicht klar feindlich sind
dein argument setzt voraus, dass es eine klare abgrenzung von psychischer gesundheit und krankheit gibt und dass normalität nicht selbst pathologische elemente enthält und beides ist falsch
ressentiment und hass haben sehr viel mit angst zu tun und ressentiment und hass können durchaus auch aus vorgängen stammen, die pathologisch sind ohne dass die betreffenden personen deshalb eine pathologie im klinischen sinne haben
stimme da an der stelle nicht zu. der begriff ist ja von einem psychoanalytiker geprägt worden und meint kein krankheitsbild, sondern konkret eine irrationale furcht als ursache bestimmter verhaltensweisen und einstellungen und das ist in der begriffsbestimmung auch eindeutig so markiert.