Für unsere Serie „Die Geschichte hinter der Geschichte“ habe ich aufgeschrieben, wie wir im Mai das AfD-Gutachten des BfV digitalisiert haben – mit viel mehr Handarbeit, als man sich das als Datenjournalist wünscht: www.spiegel.de/politik/deut...
Für unsere Serie „Die Geschichte hinter der Geschichte“ habe ich aufgeschrieben, wie wir im Mai das AfD-Gutachten des BfV digitalisiert haben – mit viel mehr Handarbeit, als man sich das als Datenjournalist wünscht: www.spiegel.de/politik/deut...
Politiker:innen und Parteien werden künftig kein Geld mehr für die Distribution ihrer Posts als Anzeigen ausgeben (können) und könnten mehr Geld in die Komposition und Produktion der Clips und Fotos stecken. Für uns nimmt damit die Bedeutung von Social-Scraping noch weiter zu. 5/5
Brauchbare APIs stellen die Social-Media-Plattformen schon lange nicht mehr bereit. Mit der Ankündigung von Meta, politische Anzeigen auf Facebook und Instagram abzuschaffen, verliert auch die Ad Library für uns jegliche Bedeutung. 4/5
Daher: Daten ziehen, scrollen, Daten ziehen, scrollen usw. – bis man das Ende eines Profils erreicht hat.
Und ich befürchte, dieses langatmige Prozedere werden wir noch häufig anwenden müssen. 3/5
Wir haben dafür mit der Python-Library Playwright gearbeitet, mit der sich ein Browser fernsteuern lässt. Wichtig bei Plattformen mit Infinite-scrolling: Geladene Posts verschwinden beim Runterscrollen wieder, damit die gleichzeitig geladene Datenmenge für den Browser nicht zu groß wird. 2/5
Für unser Titelstück über Markus Söders Social-Media-Inszenierung haben wir unter anderem sein Instagram-Profil gescrapet. www.spiegel.de/politik/deut... 1/5
😬
The idea was to represent the electorates as two-dimensional shapes (an expansion to the right means female voters, to the left means male, upward means older, and downward means younger), making it possible to compare these shapes across years and between parties. But I see your point.
Glückwunsch!!!
The representative electoral statistics show how often each demographic group voted for different parties in the German federal election. This year, I’ve prepared the data as radar charts. What do you think: does this type of chart work well for this kind of data? www.spiegel.de/politik/deut...
Wir haben im Team lange über die Darstellungsform diskutiert. Was meint ihr: Funktionieren hier Radar-Charts und ihre Schritt-für-Schritt-Erklärung im Artikel? Oder sind euch schnöde Balken- und Liniendiagramme lieber?
Wen die Technik hinter den Grafiken interessiert: Die Radar-Charts sind umfunktionierte Datawrapper-Scatterplots. Die Koordinaten der einzelnen Punkte und Linien sind vorab in Python berechnet. (Danke an Sinus, Cosinus und ChatGPT.)
Sehr interessant sind die Veränderungen in den jungen Altersgruppen, insb. bei AfD, Grünen und Linke. Und der Frauenüberhang, den die Wählerschaft der Union zu Merkels Zeiten noch hatte, ist unter Merz endgültig verschwunden. Mehr Details im Artikel.
Wer wählte wen bei der #btw25? Mit den Daten der Repräsentativen Wahlstatistik habe ich diesmal etwas Neues ausprobiert: die Wählerschaft einer Partei als zweidimensionale Form in einem Radar-Chart mit Männern, Frauen, Jungen, Alten. www.spiegel.de/politik/deut...
Die interaktive Anwendung liegt tatsächlich vor der Paywall und ist ohne Abo nutzbar.
Wir haben das AfD-Gutachten des Verfassungsschutzes digitalisiert und machen die Zitate durchsuchbar, die das BfV als Belege für die Bestrebungen der Partei gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung heranzieht: www.spiegel.de/politik/deut...
Bye, Mechelen, see you next year! I’m returning from #Dataharvest with a spinning head and many fresh ideas. I really love this conference for its professional depth and the chance to meet both familiar and new faces from all over the world. Many thanks to the organizers and speakers. #EIJC25
Und: „Wo es möglich ist, schaffen wir einen Rechtsanspruch auf Open Data bei staatlichen Einrichtungen. Wir schaffen eine moderne Regelung für Mobilitäts-, Gesundheits- und Forschungsdaten. Dabei wahren wir alle berechtigten Interessen.“
Wischwasch aus dem Koalitionsvertrag:
- „Das Informationsfreiheitsgesetz in der bisherigen Form wollen wir mit einem Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger und Verwaltung reformieren.“
- „Wir verschlanken das Umwelt-Informationsgesetz.“
WTF?!
Kontext: In mehreren Wahllokalen kam es zu Übermittlungsfehlern zulasten des BSW. www.spiegel.de/politik/deut... 2/2
Im endgültigen Ergebnis der BTW, das am Freitag offiziell festgestellt werden wird, wird das BSW wohl, wie erwartet, wegen Korrekturen leicht zulegen – aber, ebenfalls wie erwartet, unter der Fünfprozenthürde bleiben. 1/2
Ankreuzfehler wären aber überall gleichermaßen zu erwarten, nicht gehäuft in sehr wenigen Wahlbezirken.
Entscheidend ist: Bislang deutet nichts darauf hin, dass es hier um mandatsrelevante Fehler geht.
Das Ganze noch mal ausführlicher: www.spiegel.de/politik/deut...
Diese Muster werfen Fragen auf, schließlich möchte jede Wählerin und jeder Wähler, dass die eigene Stimme korrekt Eingang ins Ergebnis findet. Gleichzeitig ist klar, dass beim Auszählen und Übermitteln von zig Millionen Stimmen natürlich auch Fehler passieren.
Unterstellt man, dass es sich in all diesen Fällen um eine vertauschte Zuordnung handelt – was nicht gesagt ist! –, käme man in Summe auf knapp 1600 zusätzliche BSW-Stimmen.
Schon zwischen dem vorläufigen und dem endgültigen Europawahlergebnis gab es auffällig hohe Korrekturen bei BSW und BD. In den Wahlbezirksergebnissen finden sich nun 364 von 92.000 Bezirken, in denen dem BD mehr Stimmen als dem BSW zugeordnet sind.
Was mich überrascht hat: Diese Muster finden sich auch in den Wahlbezirksergebnissen der Europawahl, bei denen es sich wohlgemerkt nicht um das vorläufige, sondern das endgültige Ergebnis handelt, das schon auf Vollständigkeit und Ordnungsmäßigkeit geprüft wurde.
Auch in Berlin konnte ich fünf auffällige Wahlbezirke finden, die auf 100 weitere vertauschte Stimmen hindeuten. Hochgerechnet auf Deutschland geht es aber eher um eine niedrige vierstellige Zahl an Stimmen. Also nichts, was das BSW über die Sperrklausel heben dürfte.
Fabio De Masi spricht bspw. von einer „dreistelligen“ Zahl möglicher vertauschter Stimmen in MeckPomm. In der Tat weisen dort drei Wahlbezirke null Stimmen für das BSW und in Summe 101 Stimmen für das BD aus – eher unplausibel und vermutlich ein Übermittlungsfehler.