Wer sich mit der Rolle der Niederlande, der Judenpolitik nach der Kristallnacht und der Verantwortung Europas auseinandersetzen will, findet in diesem Buch ein eindringliches, unbequemes und hochaktuelles Zeugnis aus den Jahren 1938–1939. 10/
@koysino.com
Writing in 🇳🇱🇬🇧🇩🇪 I love literature, reading, and books. Buying and collecting books & reading are two different hobbies. Also a lover of good food and a time traveler through music history. Born 338 ppm. Revolt of the lower classes!
Wer sich mit der Rolle der Niederlande, der Judenpolitik nach der Kristallnacht und der Verantwortung Europas auseinandersetzen will, findet in diesem Buch ein eindringliches, unbequemes und hochaktuelles Zeugnis aus den Jahren 1938–1939. 10/
„Ik weet me geen raad“ wirkt heute wie ein Spiegel aktueller Debatten über Flucht und Grenzen: Die Briefe erinnern daran, dass bürokratische Entscheidungen über Leben und Tod entscheiden können – und wie schnell Türen sich unwiderruflich schließen. 9/
1939 entstand das Flüchtlingslager Westerbork, zunächst für deutsche und österreichische Juden gedacht. Ab 1942 nutzten die Nazis es als Drehscheibe für Deportationen in Vernichtungslager – ein bitteres Symbol für gescheiterte Schutzversprechen. 8/
Viele Briefschreiber tauchen später in Deportationslisten nach Theresienstadt oder Auschwitz auf, andere verschwinden spurlos aus den Archiven. Nur einzelne gelang die Flucht, etwa nach England oder Palästina – oft in letzter Minute. 7/
Das Comité in Amsterdam bemühte sich um wenige „kansrijkere“ Fälle: etwa blinde Männer oder hochqualifizierte Fachkräfte, für die man Arbeitsvisa organisieren wollte. Aber die strikte staatliche Linie ließ nur Ausnahmen im Promillebereich zu. 6/
Die Briefe erzählen von Alten, denen jeder Hoffnungsschimmer fehlte, von Eltern, die ihre Kinder mit Transporten nach England oder in die Niederlande schickten, in dem Wissen, sie womöglich nie wiederzusehen – und oft war es genau so. 5/
Nur Transmigranten, die direkt weiter in Länder wie USA, England oder Palästina reisen konnten, durften noch kurzzeitig einreisen. Wer keine Aufnahmezusage eines Drittlandes hatte, blieb draußen – oft mit tödlichen Konsequenzen. 4/
Die niederländische Regierung verschärfte ab 1933 ihr Flüchtlingsregime und schloss am 15.12.1938 die Grenze für jüdische Flüchtlinge fast vollständig – aus Angst vor „Überfremdung“ und um die Neutralität gegenüber Nazi-Deutschland zu wahren. 3/
Historikerin Aline Pennewaard und Filmemacher Willy Lindwer haben diese Briefe in „Ik weet me geen raad“ veröffentlicht. Sie zeigen intime Lebensgeschichten, Todesangst und das Ringen um jedes Argument, um überhaupt eine Einreisechance zu bekommen. 2/
Nach der Kristallnacht 1938 schrieben jüdische Flüchtlinge aus Deutschland und Österreich verzweifelte Briefe an das Comité voor Joodsche Vluchtelingen in Amsterdam – in der Hoffnung, in den Niederlanden Schutz zu finden. Viele erhielten nur ein kaltes „Nein“. 1/
👉 www.parool.nl/cs-b0d9e8a0/
👉 www.amsterdamumc.nl/nl/post-covi...
👉 www.lumc.nl/actueel/2025...
👉 www.who.int/europe/de/ne...
👉 www.rivm.nl/gezondheidso...
„Wir legen die Puzzleteile zusammen”, sagt Koordinator van den Toorn. Heilung ist noch fern – aber erstmals wird systematisch erforscht, welche Therapien wem helfen. Ein wichtiger Schritt für Millionen Betroffene weltweit. 7/
Zum Vergleich: In Deutschland leben über 1,5 Mio. Menschen mit Long COVID/ME/CFS – Kosten: 63 Mrd. €/Jahr. Europaweit waren laut WHO mind. 17 Mio. Menschen in den ersten zwei Pandemiejahren betroffen. Die Niederlande zeigen, wie strukturierte Versorgung aussehen kann. 6/
Inzwischen wächst das Netzwerk: 2025 kamen Leiden, Groningen, Nijmegen und Utrecht hinzu. Kinder werden seit Feb. 2025 in drei Zentren behandelt. Ziel: Wissen bis Ende 2026 an Hausärzte und normale Krankenhäuser weitergeben. 5/
Alle Patienten durchlaufen denselben standardisierten Versorgungspfad: gleiche Fragebögen, gleiche Diagnostik, individuelle Therapie. So wird erstmals systematisch erfasst, was wirklich hilft – und für wen. Koordination: Dr. Leon van den Toorn. 4/
Getestet werden u.a.: Niedrig dosiertes Naltrexon gegen Brain Fog & Erschöpfung, Ivabradin/Fludrocortison gegen Herzrasen beim Aufstehen (POTS) und Kompressionsstrümpfe. Australische Forschung zeigt vielversprechende Zellstudien zu Naltrexon. 3/
Wer wird aufgenommen? Patienten mit mind. 1 Jahr Beschwerden nach Corona, mind. 25% Funktionseinschränkung & keiner anderen erklärenden Diagnose. Überweisung über den Hausarzt – wegen begrenzter Plätze wird per Stichprobe ausgewählt. 2/
Durchbruch in den Niederlanden: Seit November 2024 gibt es die ersten drei Long-Covid-Ambulanzen an Unikliniken in Amsterdam, Rotterdam und Maastricht. Bis zu 500.000 Erwachsene leiden dort unter Langzeitfolgen – endlich kommt strukturierte Hilfe. 1/
Geld für die Förderung von Atomkraft, das hat Ursula von der Leyen gestern locker gemacht. Die Abkehr von der Atomkraft sei ein strategischer Fehler gewesen.
Ihre Aussage muss vor allem vor dem Hintergrund der militärischen Nutzung gesehen werden
👉 www.parool.nl/cs-be943a57/
👉 www.tno.nl/nl/newsroom/...
👉 www.businessinsider.nl/3-scenarios-...
👉 www.tno.nl/nl/newsroom/...
👉 www.tweedekamer.nl/downloads/do...
Energiearmut ist kein Randphänomen, sondern betrifft bald fast jeden 13. Haushalt. Die Jahre 2023–2025 zeigen, wie stark Politik und Preise entscheiden, wer noch heizen kann. In den kommenden Jahren steht an: kurzfristige Pflaster oder wirklich nachhaltige Lösungen. 10/
Für Bürgerinnen und Bürger: Prüfen, ob Anspruch auf Noodfonds, kommunale Energietoeslag oder lokale Hilfe besteht (Energieberatung, Isolationszuschüsse). Kleine Schritte wie Dichtungsbänder, niedrigere Raumtemperatur und Verbrauchsmonitoring senken sofort die Rechnung. 9/
Strukturelle Lösungen gehen über Nothilfen hinaus: bessere Dämmung, Sanierung von Sozialwohnungen, effizientere Heizsysteme, energiearme Geräte, gezielte Einkommensstützen und Schuldnerberatung. Fachleute fordern dauerhafte Strategien statt wechselnder Krisenpakete. 8/
Laut TNO könnte eine gezielte Energietoeslag den Anteil energiearmer Haushalte um 2,5–3,1 Prozentpunkte senken. Das entspricht grob 209.000–260.000 weniger betroffenen Haushalten – abhängig vom jeweiligen Preisszenario und der Ausgestaltung der Unterstützung. 7/
Die Regierung legt erneut ein temporäres Noodfonds Energie auf, rund 60 Millionen Euro plus Beiträge von Versorgern. Damit können 2024 schätzungsweise etwa 70.000 Haushalte unterstützt werden – ein wichtiger, aber begrenzter Puffer gegenüber Energiearmut. 6/
Energiearmut bedeutet meist: niedriges Einkommen, hohe Energiekosten und/oder schlecht gedämmte Wohnung. Betroffene geben im Schnitt 13–20% ihres Einkommens für Energie aus, andere rund 5%. Das erhöht das Risiko für Schulden, Krankheit und soziale Ausgrenzung. 5/
Für 2025 rechnet TNO mit drei Szenarien: Bei +5% Energiepreis etwa 6,6%, bei +12% etwa 7,1%, bei über +20% etwa 7,6% energiearme Haushalte. Besonders betroffen sind Menschen mit variablen Tarifen oder neuen Verträgen zu deutlich höheren Preisen. 4/
2024 zeigt, was nach Auslaufen breiter Hilfen passiert: TNO schätzt rund 510.000 energiearme Haushalte (6,1%). Hauptgrund ist das Wegfallen vieler Unterstützungsmaßnahmen, während die Energiepreise relativ hoch bleiben und Haushalte kaum Spielraum haben. 3/
2023 blieb die Energiearmut trotz Rekordpreisen dank staatlicher Hilfen bei ca. 400.000 Haushalten (4,8%). Ohne Preisdeckel und Energietoeslag wären laut TNO rund 885.000 Haushalte betroffen gewesen – also über 10% aller Haushalte im Land. 2/
Die Gaspreise steigen erneut stark. TNO warnt: 2025 könnten je nach Szenario 550.000–640.000 niederländische Haushalte Probleme haben, ihre Energierechnung zu zahlen (6,6–7,6% aller Haushalte) – mehr als während der Energiekrise 2023. 1/