Bild von Joseph Weizenbaum. Darunter ein Zitat: All jene, die sich einseitig effizienzorientiert an der Frage „What works?“ orientieren, wenn es um den Einsatz von KI im Bildungsbereich geht, sollten einen Blick in Weizenbaums Klassiker „Computer Power and Human Reason“ (1976) werfen.
Dort wird deutlich, dass der Einsatz von Technik immer auch eine ethische Dimension aufweist und dass selbst dann, wenn Maschinen bestimmte Funktionen im Unterricht lernförderlich ausüben KÖNNEN, die Frage beantwortet werden muss, ob sie diese Funktionen auch ausüben SOLLEN.
Quelle des Zitats: Quelle des Zitats:
Weizenbaum, Joseph (1976): Computer Power and Human Reason. From Judgement to Calculation. New York, San Francisco: W. H. Freeman and Company. S. X.
Wer sich einseitig an der Frage „What works?“ orientiert, vergisst, dass der Einsatz von Technik immer auch eine ethische Dimension aufweist und dass selbst dann, wenn Maschinen bestimmte Funktionen lernförderlich ausüben KÖNNEN, geklärt werden muss, ob sie diese Funktionen auch ausüben SOLLEN.
07.03.2026 11:13
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Bitte nicht das SAMR-Modell. An dem ist ja alles falsch.
11.02.2026 13:26
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Exakt so.
11.02.2026 12:54
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Grafik, die Entwicklungen vor und nach ChatGPT zeigt. Erstens: Anzahl der wirklich guten Unterrichtsideen bleibt konstant. Zweitens: Anzahl der Lückentexte steigt ab ChatGPT sprunghaft. Drittens: Anzahl der bunten Handreichungen zum KI-Unterricht steigt nach ChatGPT sprunghaft.
Seit November 2022 hat sich einiges verändert.
¯\_(ツ)_/¯
11.02.2026 12:39
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Wenn z.B. die Androhung der Prügelstrafe nachweislich zu besseren Lernergebnissen führen würde, wäre das kein Grund für die Androhung der Prügelstrafe.
21.12.2025 19:03
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Was „Lernwirksamkeit“ bedeutet, ist normativ beladen. In einer Diktatur ist das etwas anderes als in einer Demokratie. Und das ist nur die offensichtlichste normative Dimension. Diese Blindheit gegenüber der Normativität der Empirie verleiht ihr im Diskurs den Anschein der (Schein-)Objektivität.
21.12.2025 17:05
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Dein grundlegender Fehler ist, dass Du annimmst, es könne Empirie ohne normative Grundlage geben.
21.12.2025 14:00
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Du vermischst die faktische und die normative Ebene.
Welche Aspekte guten Unterricht kennzeichnen SOLLTEN, ist eine ganz andere Frage als die Frage, wie Unterricht unter bestimmten gegebenen Bedingungen überhaupt möglich IST.
21.12.2025 12:07
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Notwendige Kriterien für Unterricht sind nicht notwendig identisch mit notwendigen Kriterien für GUTEN Unterricht.
Der Punkt ist nicht, wie Unterricht faktisch überhaupt ermöglicht wird, sondern welche Vorstellungen von gutem Unterricht zugrundeliegen.
21.12.2025 11:44
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Aber die Frage nach notwendigen Voraussetzungen für Unterricht ist eine andere als die Frage nach gutem Unterricht.
21.12.2025 11:27
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Das ist kein Argument gegen Empirie.
Es ist ein Argument dafür, die normativen Prämissen empirischer Forschung zu reflektieren, damit insbesondere die Tiefenstrukturen des Unterrichts nicht als Werkzeuge der Restauration, sondern als Qualitätsfilter für Innovation genutzt werden können.
21.12.2025 10:43
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So ist – um nur ein Beispiel zu nennen – Kounins Konzept der „withitness“ (Allgegenwärtigkeit), das für das Classroom Management zentral ist, in seiner ursprünglichen Form tatsächlich eine Technik der Macht, die dem Ideal einer demokratischen Schule zuwiderläuft.
21.12.2025 10:43
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Was das zeigt:
Die Tiefenstrukturen des Unterrichts, die heute standardmäßig als Blaupause für Lehrerausbildung, Unterrichtsfeedbackbögen und Inspektionsverfahren dienen, sind normativ nicht neutral. Sie transportieren bestimmte Vorstellungen davon, was „guter“ Unterricht ist.
21.12.2025 10:43
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Wenn ja:
Deine Vorstellungen von gutem Unterricht decken sich nicht mit meinen Vorstellungen von gutem Unterricht.
Wenn nein:
Du hast Dich gerade von fundamentalen Aspekten des „Classroom Managements“ distanziert, d.h. von einer empirisch sehr gut belegten Tiefenstruktur des Unterrichts.
21.12.2025 10:43
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Zitat: There are no disruptions during lessons
The lesson is planned in a way that discipline problems do not occur
The teacher takes action before disruptions even occur
The lesson starts and ends on time
Transitions between different parts of the lesson are fast and smooth
The teacher clearly communicates the targeted time for tasks (e.g. '5 min left')
The teacher looks at the students most of the time and rarely turns his or her back on them
The teacher consistently monitors the entire classroom
Breaking the rules gets sanctioned by the teacher by referring to the agreed upon rules
Major disruptions due to rule breaking do not occur
The teacher makes clear what happens if students break the rules. Quelle: Praetorius, AK., Klieme, E., Herbert, B. et al. Generic dimensions of teaching quality: the German framework of Three Basic Dimensions. ZDM Mathematics Education 50, 407–426 (2018). https://lnkd.in/ee6pQWKk, p. 412.
Kurzer normativ-pädagogischer Selbsttest:
Sind die unten stehenden Aspekte (z.B. „The teacher consistently monitors the entire classroom“) für Dich Kennzeichen guten Unterrichts?
21.12.2025 10:43
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Die Erwachsenen haben die Alm asphaltiert.
13.12.2025 23:22
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Text: Bildungsforscher warnt:
Unterrichtschoreografie an Schulen würde
durcheinandergeraten
Ein weiteres Problem sieht der wissenschaftliche Direktor des IPN in der Unterrichtsorganisation. „Lehrkräfte schreiben ja gern Klassenarbeiten oder Tests, wenn sie eine Unterrichtseinheit abgeschlossen haben, um zu überprüfen, ob die Lernziele der Einheit erreicht wurden"
", erklärt der
Bildungsforscher der Frankfurter Rundschau. Danach beginnt eine neue Unterrichtseinheit. „Diese Sequenzierung ließe sich natürlich nicht mehr halten, wenn alle sich individuell den Zeitpunkt der Lernerfolgskontrolle aussuchen könnten"
', sagt er.
Quelle: https://www.fr.de/panorama/schwache-weiter-schwaechen-vorschlag-fuer-klassenarbeiten-sorgt-fuer-diskussionen-zr-94082153.html
Top-Bildungsforscher Olaf Köller will an fixen Prüfungsterminen (von der Lehrperson festgelegt, alle schreiben zur selben Zeit denselben Test) festhalten, obwohl solche Prüfungen nicht sinnstiftend sind, sondern Lernen BEENDEN.
Seine Begründung: Lehrer:innen machen das halt gerne.
¯\_(ツ)_/¯
13.12.2025 18:06
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KI-Bild. Prompt: Ich brauche ein Bild, das eine Welt mit Kindern ohne Smartphones und Tablets zeigt. Sie ist aber so gruselig wie das Upside Down bei Stranger things.
Um zu verstehen, wie das Social Media Verbot in Australien zu bewerten ist, muss man das „Upside Down“ aus „Stranger Things“ kennen.
#bluelz
10.12.2025 18:01
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Bild eines jungen Mannes in einem Sakko, der lächelnd mit einem Smartphone am Tisch sitzt. Text: Endlich.
Australien macht es uns vor:
Social Media Verbot für unter 16-Jährige ist seit heute 0:00 Uhr aktiv.
Meta (Facebook und Instagram), TikTok, Snapchat, YouTube und einige andere Apps sollen nun für hunderttausende Kinder und Jugendliche gesperrt sein.
I..]
Letzte Anmerkung dazu: Natürlich sind die Eltern hier das größte Vor-Bild. Und wahrscheinlich die größte legale Lücke im System.
Text-Bild-Scheren aus der Hölle (XXI):
Ein Erwachsener begrüßt das Social-Media-Verbot in Australien, weist auf die Vorbildrolle von Erwachsenen bei der Smartphonenutzung hin und bebildert den Text mit einem Bild eines Erwachsenen, der lächelnd ein Smartphone in der Hand hält.
#bluelz
10.12.2025 14:09
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Sharpic. Text: „Australien beschließt Social Media Verbot für unter 16-Jährige und erlässt damit strengstes Online-Jugendschutzgesetz“. Abbildung: Junge Frau mit Kopfhörern, die lachend auf ein Handy schaut.
Text-Bild-Schere des Tages (XXI):
#bluelz
08.12.2025 08:19
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(Und ja: Ich habe die Hände bemerkt.)
07.12.2025 12:10
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KI-Bild eines Kindes. Es steht mit dem Rücken zum Betrachter, hält aber gleichzeitig mit vollkommen unnatürlicher Haltung ein Plakat hoch, auf dem Kinder abgebildet und ein Verbotsschild abgebildet sind. Von vorne wird das Kind von einer Schaar Fotograf:innen abgelichtet. dazu der Text: Neuer Artikel. Kinder sind kein Content.
Text-Bild-Schere (XXI):
#bluelz
07.12.2025 12:10
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Der Spiegelstrich als KI-Schibboleth.
05.12.2025 22:55
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LinkedIn-Sharepic: „Fingerabdrücke" einfügen, die nur Menschen haben
• Was du tun musst:
• Mini-Anekdoten einstreuen
• situative Details ausdrücken
• Mikro-Beobachtungen
• Beobachtungen aus realen Momenten
einbauen
• Emotionen und Kontext andeuten
Beispiel:
„Ich habe das gestern im Büro getestet, während mein Kaffee bereits kalt war. Wieder mal."
Prompt-Regel:
„Füge kurze, spezifische Beobachtungen ein, die nicht generisch wirken."
Auf LinkedIn teilen Menschen Tipps, wie man KI-Texte so prompted, dass sie nicht wie KI-Texte wirken.
¯\_(ツ)_/¯
#FindeAlleFehler
#bluelz
05.12.2025 20:42
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Fake-Internet-Seite: Portal, auf dem Lehrer:innen Robux mit telli-points kaufen können. Grafisch angelehnt an das offizielle Portal, auf dem man Robux kaufen kann.
Deine Kinder spielen Roblox?
Und brauchen für „Steal a Brainrot“ noch ein paar Robux?
Du nutzt telli, den neuen Schul-Chatbot, und hast noch telli-points übrig?
Dann kannst Du für Deine Kinder jetzt mit telli-points Robux kaufen.
Win-win.
#bluelz
02.12.2025 14:29
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Die Zahl 42.
Smartphone- und Social-Media-Verbote sind offenbar das neue 42.
¯\_(ツ)_/¯
#bluelz
29.11.2025 19:14
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